8 Dinge, die dir dein Yogalehrer/-in schon immer sagen wollte

7 Dinge, die dir dein Yogalehrer schon immer sagen wollte

Gleich zu Beginn: Ich bin kein Yogalehrer! Aber ich kenne viele von dieser besonderen Spezies 🙂 Es sind tolle Menschen, die es immer wieder schaffen Menschen zu inspirieren und ihnen Kraft geben. Aus den vielen Gesprächen, kommen immer wieder ähnliche Themen ans Licht. Ich habe daraus viel gelernt und gebe hier die wichtigsten wieder. Die 8 Dinge, die dir dein Yogalehrer/-in schon immer sagen wollte. Los gehts!

1Es gibt keinen typischen Körper für Yoga

Würde man jemanden fragen wie ein typischer Yogi aussieht, würde wahrscheinlich dieses Ergebnis rauskommen:

Schlank, flexibel, groß und stark – ein typischer Yogi?

Genau wie in der Mode- und Fashionbranche gibt es natürlich auch im Yoga Stereotypen. Wichtig festzuhalten: Es gibt keinen perfekten Körper für Yoga. Denn Yoga ist für jeden gemacht und richtet sich an jung und alt, dick und dünn, schwarz und weiß.

2Du bist Anfänger? Genieße die Zeit!

Ich bin schnell frustriert, wenn mal was nicht so gut funktioniert. Das kann beim Yoga, oder beim Arbeiten an der Zukunft von ASANAYOGA.DE sein. Was habe ich daraus gelernt? Gut’ Ding will Weile haben. Und wenn man einen gewissen „Level“ erreicht, freut man sich auf die Anfangszeit zurückzuschauen. Genieße diese Zeit und habe Vertrauen, dass du Schritt für Schritt weiterkommst.

3Es geht nicht um das Aussehen, sondern um das Körpergefühl

Beim Yoga geht es nicht ums “cool” aussehen. Es spricht natürlich nichts dagegen sexy Yogahosen zu tragen, die eine gute Figur machen. Aber Aussehen ist nur sekundär. Das Wichtigste ist, zu wissen, welche Gefühle Yoga in dir weckt. Bist du gelassener? Hat sich deine Stimmung verbessert? Fühlst du dich energetisiert? Perfekt, so sollte es sein!

4Eine entspanntere Hatha Yogastunde kann genauso gut sein, wie eine anstrengende Vinyasa Flow Stunde

Heutzutage sind wir ständig auf Achse. Wir geben Vollgas auf der Arbeit, lernen uns in einer sich schnell veränderten Welt zurechtzufinden, müssen Familien managen und fit bleiben. Die Welt dreht sich manchmal so schnell, dass nicht immer das Hardcore Yoga Workout das Beste ist. Manchmal kann ein entspannterer Yogastil, wie Kundalini Yoga zur perfekten Balance führen und uns entschleunigen. Einfach mal Zeit für Atmung, Meditation und langsames Stretching nehmen, dies wird dir auch dein Yogalehrer bestätigen. Auch wenn es nur eine Ergänzung zu deiner Jivamukti oder Power Yoga Klasse ist.

5Höher, weiter, schneller? Schwierige Yoga Übungen sind nicht unbedingt besser als “Einfache”

Die Digitalisierung hat vor Yoga keinen Halt gemacht. Auf Pinterest und in anderen Social Media Netzwerken finden sich teils krasse Yoga Übungen. Bei manchen Übungen könnte man meinen, die Yogis bestehen aus weichgekochten Spaghetti. Je nach der Höhe unseres Ego-Levels ist das entweder inspirierend oder frustrierend. Aber schwerer heißt nicht unbedingt besser. D.h. eine Asana, bei der man sich stark „verrenken“ muss, ist nicht mehr wert als z.B. Tadasana.

Übermut ist beim Yoga fehl am Platz und das Ego sollte einem nicht im Weg stehen. Man sollte nie über seine Grenzen gehen, denn genau das führt am häufigsten zu Verletzungen. Taste dich langsam heran und erfahre, welche Yogastile und Asanas dir am meisten geben können.

6Du musst nicht aus Gummi sein, um ein guter Yogi zu werden

In meinem Bekanntenkreis höre ich häufiger das Argument: „Hey Robin, Yoga ist ja schön und gut, aber ich bin nicht flexibel genug dafür.“ Das ist natürlich völliger Quatsch. Denn nach dieser Logik dürften wir keine neuen Sprachen, Methoden, Theorien usw. lernen. Das lebenslange Lernen (egal in welchem Alter) sollte ein zentraler Faktor sein, denn er hält uns jung. Und mit der Zeit werden wir durch Yoga flexibler (nicht nur der Körper, sondern auch der Geist).

7Ohne die richtige Atemtechnik ist die Energie blockiert

In der Yogastunde kopieren wir die Bewegungen der Yogalehrer. Die korrekte Ausführung ist wichtig und der erste Schritt. Aber haben wir da nicht was vergessen? Genau: Pranayama, die Atemtechnik im Yoga! Es gibt einfach zu viele Yogis, die einfach den Atem anhalten (um scheinbar weiter in den Stretch zu kommen) oder keinen Rhythmus in der Atmung haben. Aber nur durch die Einbindung der richtigen Atemtechnik (entspannt und bezogen auf die Asanas) können die Vorteile von Yoga erst richtig wirken.

8Beweglichkeit vs. Gelenkigkeit

Der individuelle Knochenbau ist im Yoga sehr wichtig. Dieser wird sehr häufig nicht berücksichtigt. Da kann man noch Jahre üben. Du wirst natürlich flexibler, aber z.B. nie in den Lotus kommen viele nach Jahren immer noch nicht – einfach weil die Beckenknochen es nicht hergeben. Aber das muss man erstmal wissen und den Unterschied zwischen Gelenkigkeit und Beweglichkeit kennen. Viele Yoga Lehrer versuchen einen in eine Asana zu drücken aber es geht einfach nicht, aber keiner sagt dir woran es liegt und als Schüler bist du dann frustriert und denkst du bist zu unbeweglich. Und dabei ist es einfach auch okay Dinge nicht zu können, weil die Gelenke es nicht hergeben.

Bist du Yogalehrer/-in? Was wolltest du deinen Schülern schon immer mal sagen?

Wir stecken unser Herz und viel Liebe in alle Beiträge. Konntest du hier etwas neues lernen? Lass deine befreundeten Yogis nicht im dunkeln – Teile diesen Artikel, damit auch sie mehr über Yoga lernen können. Good for Karma 🙂

Robin Pratap

Robin ist Co-Founder von ASANAYOGA.DE und schreibt regelmäßig über Themen, welche die Yoga Community bewegen. Mit seinem indischen Background ist er schon früh mit Yoga in Berührung gekommen. Nach dem Sustainable Development Studium in Indien und England, ist sein Ziel eine innovative Plattform zum Wissensaustausch für Yogis zu gestalten.

6 thoughts on “8 Dinge, die dir dein Yogalehrer/-in schon immer sagen wollte

  1. Daniela says:

    Hi … ich kann dem nur beipflichten – wobei KundaliniYoga empfinde ich nicht unbedingt als “entspannt” – YinYoga eher …

    Liebe Grüße
    Daniela

    • Robin Pratap says:

      Hi Daniela, kann deinen Punkt gut nachvollziehen. Von meine Yogi Homies (so nenne sie gerne 🙂 habe ich schon viele positive Erfahrungen über YinYoga gehört. Machst du auch YinYoga? Mit ein wenig mehr Erfahrung, gibt’s bei uns bald ein Artikel dazu. Wenn du mit Zitat, oder kurzem Erfahrungsbericht beitragen willst, würde ich sehr freuen!

  2. Mario says:

    Hallo Elena! Dürfen wir wissen welchen Satz dir die Akrobatikyogalehrerin mitgegeben hat, um deine mentale Blockade zu lösen?

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