Nur Mut: 5 Wege, an deinen Ängsten zu wachsen

Mut-Yoga

Yoga weiß, dass jedes Lebewesen einzigartig ist und vollkommen. Weil diese Vorstellung im Alltag kaum Platz findet, scheint der moderne Mensch diese Wahrheit verdrängt zu haben.

Es gibt nur ein paar bunte Vögel hier und da, die aus dem goldenen Käfig ausbrechen und ihre Träume verfolgen.

Dieser Artikel lädt dich ein, dem bunten Vogel in dir Anerkennung zu schenken – und ihn frei zu lassen.

Mark Twain Zitat

Sharing is caring – mit diesem Code kannst du das Bild gerne auf deiner Website verwenden

Was ist Angst?

Angst hat viele Gesichter: Stress, Nervosität und Unruhe um nur drei zu nennen. Das alles sind natürliche Reaktionen auf die Umwelt. Sie lassen Gefahren erkennen und entsprechend reagieren wir.

Angst kann aber ein Level annehmen, das weit weg von gesund ist. Vor allem, wenn man sich vor Dingen fürchtet, die nicht bedrohlich sind: eine kleine Spinne, der sogar eine Bremse das fürchten lehrte oder weit hergeholte Geschehnisse wie ein Tsunami in Österreich.

Menschen fürchten sich vor dem Unbekannten, vor Veränderungen oder davor, Erwartungen nicht zu erfüllen.

All diese Formen von extremer oder übertriebener Angst helfen nicht, sie paralysieren. Von Angst erfüllte Menschen können ihr Potential nicht ausschöpfen. Sie leben hinter den Gittern ihrer Angst und trauen sich nicht mehr hervor.

Wie du natürliche von übertriebener Angst unterscheiden kannst ist ganz einfach: Frage dich, was das schlimmste ist, das passieren kann.

Beispiel: Wenn du Angst hast, vor anderen Leuten zu sprechen, wäre das Schlimmste vielleicht, dass jeder über dich lachen könnte. Natürlich macht das keinen Spaß (zumindest dir nicht). Aber es ist kein Weltuntergang. Du kannst das beste daraus mache, dir Feedback holen und es beim nächsten Mal besser machen. Stell dir vor, wie dann alle mit dir lachen und dir auf die Schultern klopfen, dir danken … fühlt sich schon viel besser an, oder?

Wann immer du also Angst bekommst stelle dir diese eine Frage:

Was ist das schlimmste, das passieren kann?!?

Ich lade dich nicht ein, deine Existenz zu bedrohen, sondern vielmehr, dich deinen Ängsten zu stellen, um daran zu wachsen.

Yoga versetzt körperliche und mentale Grenzen

Wenn der Yogalehrer in einer Stunde Handstand-Praxis ankündigt, teilt sich die Gruppe in zwei Fraktionen: Die eine reibt sich die Hände, und kann es kaum erwarten, kopfüber stehen zu lernen – auch wenn das bedeutet, zu fallen. Die zweite Fraktion geht sofort in eine Abwehrhaltung und findet tausend Gründe, warum diese Position nichts für sie ist.

Wenn du etwas nicht kannst, ist es kein Grund, es nicht trotzdem zu machen. Im Gegenteil: Du kommst doch in den Yoga Kurs um etwas zu lernen und neue Erfahrungen zu machen.

Der Grund, warum manche Menschen bestimmte Positionen (intensive Hüftöffner und Rückbeugen rufen ganz ähnliche Reaktionsmuster hervor wie der Handstand) trotzdem ablehnen ist Angst. Pure Angst. Davor, dass sie auf die Nase fallen und es nie lernen werden.

Der Schlüssel für fordernde Arm Balancen (wie der Yoga Unterarmstand), Hüftöffner und Rückbeugen ist nicht nur Stärke und Flexibilität. Es ist vielmehr Balance und Harmonie: Stira Sukha Asanam. Dazu kommt noch eine gute Portion Vertrauen; in den Lehrer, aber vor allem in deine eigenen Fähigkeiten.

Vertrauen schenkt dir den Mut, all jene Abenteuer zu erleben, von denen du nicht einmal zu träumen gewagt hast.

Wenn du dann den Schritt wagst, dich auf das Abenteuer einzulassen, wirst du merken, dass dieses gar nicht so groß war, als gedacht.

Yoga Trust

Sharing is caring – mit diesem Code kannst du das Bild gerne auf deiner Website verwenden

Auf der Matte wie im Leben

So wie im Yoga, wo du Endpositionen entweder meistern oder am Weg dorthin doch die Balance verlierst, so gibt es auch im Alltag Hürden, die du entweder überwindest oder über die du stolperst. Egal was passiert: Es ist eine Chance zu lernen.

Erlaube deiner Neugierde stärker zu werden als deine Panik.

Vertraue darauf, dass egal was kommt, du die Situation meistern kannst. Das gibt dir den Mut, Träume zu verfolgen, die du dir niemals zugetraut hättest.

Das Überwinden deiner Ängste und das Stellen neuer Herausforderungen ist bereits in sich eine Leistung.

Yoga hört nicht auf, wenn du deine Matte zusammen rollst. In gewisser Weise beginnt dann die Praxis so richtig, weil du beginnen kannst das Gelernte selbst und aktiv umzusetzen.

Artikel-Tipp: Durch das Solarplexuschakra werden deine Kraft, dein Willen und deine Motivation gesteuert. Lerne JETZT wie du hochmotiviert und innerlich stark wirst mithilfe der 4 Wege für mehr Mut und Willenskraft –> Hier gehts zum Artikel über das Solarplexuschakra.

Gefangener der Angst

Es gibt nur die Grenzen, die du dir selbst auferlegt.

Grenzen sind gut: Sie beschützen dich und weisen dir den Weg.
Grenzen sind schlecht: Sie engen dich ein und verschließen dich vor neuen Erfahrungen.

Es stimmt beides. Die Kür ist es, den gesunden und erfüllten Mittelweg zu finden.

Stelle dir vor, wie es sich anfühlt, stark zu sein. Einen unumstößlichen Willen zu haben. Den Mut zu haben, Angst und Unbehagen ins Auge zu sehen. Das Hier & Jetzt zuzulassen und anzunehmen. Auf der Yoga Matte UND im Leben. In einer Welt, in der alle Türen offen stehen.

Grenzen

Sharing is caring – mit diesem Code kannst du das Bild gerne auf deiner Website verwenden

Trau dich und setze den ersten Schritt in diese Welt.

“The very next thing you need to be doing is what terrifies you the most.”
Eleanor Roosevelt

Eine Herausforderung zu umgehen ist oft sehr viel mühseliger, als sich seinen Ängsten zu stellen und diese anzunehmen.

Die Belohnung ist sehr viel süßer, als du ahnen magst. Wenn du dein Leben selbst in die Hand nimmst, anstatt es von deinen Ängsten diktieren zu lassen, empfindest du deine Zeit voller und sinnerfüllter.

5 Wege, an Ängsten zu wachsen

1Innerer Monolog



Werde dir darüber klar, wovor du wirklich Angst hast. 

Sieh dir die Bilder in deinem Kopf genau an, ohne dich von ihnen einnehmen zu lassen. Nimm die Rolle eines externen Beobachters ein.

Wenn du merkst, dass sich deine innere Stimme zu Wort meldet, beginne einen inneren Monolog mit ihr zu führen. 

Frage dich nach der positiven Absicht, die hinter deinen Ängsten steht. Halte inne, wenn du beginnst, dich im Kreis zu drehen oder dich in Selbstmitleid ertränkst!

Sätze die mit „Ich kann nicht…“, „Ich muss jetzt…“ oder „Ich werde niemals…“ beginnen sind ein guter Indikator dafür. 

Nur zu schnell haften Menschen an Gedanken und Gefühlen fest, die von der Wahrheit nicht weiter entfernt sein könnten. Erkenne diese Ausreden rechtzeitig um endlich ausbrechen zu können.

Erlaube dem inneren Monolog auch gerne ins außen zu treten. 

Sprich die Worte laut aus, die dir so schwer am Herzen liegen. Du wirst sehen, ihre Klangfarbe verändert sich. Hab den Mut, deinen tiefsten Ängsten den Raum zu schenken, den sie sich ohnehin nehmen werden. 



2Strecke deine Hand aus


Du musst nicht alles alleine schaffen. Wenn du dein Problem erkennst, dann hole dir jemanden, der bereits weiß, wie man es löst.

Natürlich wirst du es auch alleine schaffen. Es geht einfach sehr viel schneller, wenn du dich mit Menschen austauscht, die deine Situation verstehen. Wenn du jemand kennst, der die Ängste hatte, die auch dich beschäftigen, tausche dich mit dieser Person aus. Ohne eine Verantwortung abzugeben. 



3Feier deine Erfolge



Jeder Erfolg hilft dein Selbstvertrauen zu finden und anzuerkennen.

Du bist perfekt und kannst auf deine Fähigkeiten vertrauen.

Schätze aber genau so deine Rückschläge: Wenn du lernst, dass Fehler nicht das Ende der Welt bedeuten, atmet es sich sehr viel leichter. Fehler pflastern deinen Weg zum Erfolg.


4Das Neues Du




Du bist einzigartig. Du bist die Summe aus allem, was dich geschaffen hat (also deinen Eltern und Großeltern) und allem, was du seither erlebt und gedacht hast.

Das heißt aber nicht, dass deine Geschichte, in Stein gemeißelt ist. 

Schreibe deine Geschichte auf. Die Vergangenheit, das Jetzt und das, was du als deine Zukunft verstehst.

Vielleicht erkennst du bereits dabei, dass das alles nur ein Blickwinkel auf die Zeit ist. Es ist alles eine Frage der Wahrnehmung und Interpretation. Das was für dich das peinlichste Erlebnis deines Lebens ist, wirkte für deine Freunde vielleicht sehr charmant.



“Your story can hold you hostage or it can set you free. You get to choose.”
Marilena Minucci



Schaffe Raum für das neue Du. Nur weil du gestern noch Höhenangst hattest, musst du morgen nicht genau so ticken. Schaffe Raum für das neue Du. Male dir das Bild groß und bunt aus. So wie du es gerne hättest. Und das wichtigste, schränke dich im Denken nicht ein. 


5Dein Wieso


Wenn dein Wieso, deine Überzeugung etwas zu tun, stärker ist, als deine Ängste, ist der nötige Mut nur noch einen Atemzug entfernt. Stelle deine tiefe Überzeugung deinen Ängsten gegenüber.


Grenzen überschreiten in der Praxis

Yoga Tipp: Von 15. bis 20. Februar 2016 findet in Thailand ein Retreat statt, das genau an diesen Eckpfeilern aufbaut. An einem einsamen Strand in Koh Tao dreht sich eine Woche lang alles rund um Yoga, Vertrauen und persönliche Entwicklung. Anfänger und leicht fortgeschrittene Yogis feilen täglich an ihrer Praxis. Das wird natürlich auch mal anstrengend. Die Belohnung ist innere Ruhe und Ausgeglichenheit (und bestes Essen in dem idyllischen Resort). Mehr darüber erfährst du Yoga Retreat Thailand.

Marlen Schinko

Marlen ist Yogalehrerin und schreibt regelmäßig über Themen, die sie und ihre Community bewegen. Wenn sie nicht gerade die Welt bereist, lebt und unterrichtet sie in ihrem Studio in Oberösterreich. Mehr von Marlen findest du auf <a href="http://www.marlenschinko.com/" title="Yoma">www.yoma.at</a>

5 thoughts on “Nur Mut: 5 Wege, an deinen Ängsten zu wachsen

  1. Silke says:

    Ein sehr schöner Artikel – dankeschön! Ich finde es immer hilfreich, seine Ängste laut auszusprechen, auch wenn sich das erst einmal komisch anfühlt. Genauso wie sich selbst ein ermutigendes Lächeln im Spiegel schenken: Die Grimasse, nach der es zunächst aussieht, verwandelt sich schnell in ein echtes Lachen und das baut auf. Außerdem: Es gibt immer jemanden, der die gleichen Ängste hat / hatte. Wir sind also nie allein!!!
    Liebe Grüße, Silke

    • Marlen von YOMA says:

      Danke für deine Worte Silke, da bin ich ganz bei dir: Es hilft ungemein, über seine Ängste und Sorgen zu sprechen. Denn das heißt auch, sie zuzulassen und anzunehmen. Und das ist der allererste Schritt zum Loslassen.

  2. Tamtam says:

    Wunderschöner Artikel!!! Sehr hilfreich, da ich diese Woche meine allererste Yoga-Stunde geben werde und natürlich ein bisschen Bammel davor habe 🙂 Danke!

    • Marlen von YOMA says:

      Danke Tamtam.

      Ich kann mich noch an meine allererste Stunde erinnern… Ich war über eine Stunde vor der eigentlichen Stunde da, weil mich die Nervosität so geflasht hat. Damit hatte ich genug Zeit, mir mein Thema anzusehen. Und die ersten fünf Minuten für mich zu proben, als ob schon alle da wären. Als es dann echt los ging haben die Teilnehmer von meinem Heckmeck gar nichts mitbekommen.

      Ich wünsche dir viel Erfolg und vor allem Freude bei Teilen deiner Leidenschaft. You gonna rock it 😉

  3. Pingback: Revolutioniere deine Yoga Praxis - YOMA

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.