Yoga & Hinduismus: Unsere ultimative Götter Übersicht

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Du suchst nach einer Hinduismus Götter Übersicht, um das Ganze Wirrwarr endlich einmal zu verstehen? Zugegeben: Die indische Götterwelt kann sehr verwirrend sein. Im Gegensatz zum Christentum, bei dem genau festgelegt ist, was dazu gehört, existieren in Indien verschiedenste Geschichten zu verschiedensten Göttern. Einige von ihnen sind ähnlich, andere widersprechen sich komplett.

Dennoch gibt es ein paar Götter, die bereits fest verankert sind im Hinduismus. In unserer Hinduismus Götter Übersicht stellen wir euch die wichtigsten Götter vor, erklären euch ihre Eigenschaften und ihre Erkennungsmerkmale.

1Hinduismus Götter Übersicht: Krishna (Sankrit: कृष्ण)

Krishna als Kind

Bedeutung:
Der Gott der Liebe und der Inbegriff für die göttliche Freude, die Schmerzen und Sünden entfernt.

Darstellung:
Krishna sieht man häufig in der Darstellung als Kind, da seine Kindheit in seiner Geschichte eine große Rolle spielt. Auf Bildern sieht man ihn außerdem mit einer Bambusflöte am Mund oder in der Hand. Wenn er zusammen mit seiner Frau Radha dargestellt wird, dann symbolisiert dies Liebe, Romantik, Hingabe und Ästhetik.

In diesem Video kannst du ein paar spirituellen Krishna-Songs zu seiner Verehrung lauschen

Krishna im Yoga:
Gerade im Bhakti Yoga findet Krishna eine große Bedeutung. Bhakti Yoga ist das Yoga der Hingabe, der Liebe. Es ist viel mehr eine Art Religion für alle praktizierenden Bhakti Yogis bzw. eine Reihe von festgelegten Ritualen, die im Alltag fest verankert sind, als ein Sport oder die körperliche Verausgabung.

2Hinduismus Götter Übersicht: Durga (Sanskrit: दुर्गा)

Durga

Bedeutung:
Durga ist die wohl einflussreichste weibliche Göttin im Hinduismus. Sie steht für die mütterliche Kraft. Außerdem hat sie Einfluss auf die Schöpfung (durch Brahma) und auf die Erhaltung (durch Shiva).

Darstellung:
Zumeist sieht man Durga in der Darstellung einer Göttin mit mehreren Armen und grimmig-schwarzer Kali (die Göttin der Zerstörung). Die vielen Arme von Durga stehen für die acht bis zehn Richtungen, in denen der Hinduismus gehen kann.

Mit dem wunderbaren Shree Durga Chalisa im Hintergrund, kannst du in diesem Video ein paar schöne Bilder von Durga, ihren Kämpfen und ihrer Symbolik genießen:

Durga im Yoga:
Durga beschützt alle Menschen und tut dies von innen und von außen. Gerade die innere Kraft wird mithilfe von Durga durch Meditation besonders hervorgerufen. Durch gezielte Chakrenarbeit können Blockaden gelöst werden. Beispielsweise wird die Fähigkeit, sich zu sensibilisieren und wahrheitsgemäß auszudrücken durch die Öffnung des Kehlchakras (Vishudda) herausgekitzelt. Durga hilft also dabei, innerlich stärker zu werden und unterstützt damit die Reduzierung von körperlichen Beschwerden.

3Hinduismus Götter Übersicht: Vishnu (Sanskrit: विष्णु)

Bedeutung:
Vishnu erhält unser Universum. Er ist unglaublich mutig und überträgt eine Menge Liebe und Güte gegenüber allen Lebewesen. Dazu ist er selbst noch voll Kraft und barmherzig eingestellt. Er ist dafür da, die guten und die bösen Kräfte der Welt auszubalancieren und beschützt damit nicht nur die göttlichen, sondern auch die irdischen Welten.

Darstellung:
Vishnu ist vor allem an seiner blauen Haut zu erkennen. Er hat vier Arme, die alle als Glücksbringer fungieren, und hat auf den meisten Bildern strahlende Augen. Dazu trägt er meist ein königliches Gewand. Vishnu tritt manchmal mit seiner Frau Lakshmi auf. Auf den Darstellungen erscheint sie teils als Schlange, teils, wie sie gerade die Füße von Vishnu massiert.

Mit diesem Video kannst du dir das Vishnu Sahasranamam anhören:

Vishnu im Yoga:
Vishnu gehört nicht zu einer bestimmten Yogapraxis, sondern wird eher als Vorbild für einzelne Asanas gesehen. Die Berghaltung und die Stellung des Kindes sind zum Beispiel klassische Asanas, in denen du dich Vishnu nahe fühlen kannst. Außerdem ist der Krieger das Paradebeispiel für eine Asana, die für Vishnu mehr als charakteristisch ist.

4Hinduismus Götter Übersicht: Shiva

Tanzender Shiva

Bedeutung:
Shiva ist der kraftvollste aller Götter, der Gott der Reinigung und des Lebens. Er ist tatsächlich in der Lage dazu, etwas zu zerstören. Dabei räumt er mit dem Ego auf, löst alte Gewohnheiten auf und vernichtet falsche Identifikationen. Er ist quasi der Reiniger im Hinduismus und schafft Raum für neue Entwicklungen, für einen Neuanfang.

Darstellung:
Zusammen mit Shiva werden oft der Stier Nandi als sein Reittier, seine Frau Parvati sowie seine Söhne Skanda (Kartikeya/Murugan) und Ganesha abgebildet. Die Dreiheit Shiva-Parvati-Ganesha gilt als göttliche Familie. In seiner Begleitung sind häufiger einige Ganas zu sehen.

Shiva im Yoga:
Shiva ist der „Gott der Yogis“. Erst er gibt der Meditation einen Sinn, denn dort lässt man sein Inneres fallen und trennt sich von seinem eigenen Ego und allem, was einen belastet. Yogis sind häufig auf der Suche nach dem wahren selbst und das ist genau das, was Shivas Pfad beinhaltet.

Wir hoffen, wir konnten ein bisschen Ordnung im Götter-Wirrwarr schaffen. Habt ihr einen Lieblingsgott? Findet ihr Götter überhaupt wichtig, als Yogi?

Anne Steinbach

Anne ist Reisejournalistin, Bloggerin und schon seit vier Jahren in Indonesien verliebt. Manchmal teilt sie diese Liebe auch mit anderen Ländern in Südostasien, dann packt sie ihren Schrammel-Backpack und zieht los. Yoga macht sie schon seit 5 Jahren und hat gerade Bikram für sich entdeckt. Nur an das Schwitzen muss sie sich noch gewöhnen.

2 thoughts on “Yoga & Hinduismus: Unsere ultimative Götter Übersicht

  1. Dieter Brehm says:

    Servus Anne,
    mir geht es wie Birgit. Die Geschichte um Ganesha ist mein liebster Myhtos. Für mein Yoga sind mir die indischen Gottheit nicht wichtig. Da ich Indien und die indische Kultur sehr schätze, interessieren mich auch die Götterwelten.
    LG, Dieter

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