Karma Yoga: Yoga des Handelns

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1Was ist der Yogastil Karma Yoga?

Karma Yoga ist einer der vier Hauptpfade im Yoga und bedeutet in seinem Ursprung „Yoga der Tat“ – also das Yoga des Handelns. Ganz einfach gesagt bedeutet Karma Yoga einzig und allein, dass man seinen Dienst für seinen eigenen Willen anbietet. Man löscht alles, was mit ichhaften Zwecken zu tun hat, verzichtet. Dadurch reinigt man sein Herz und beseitigt Negativitäten, wie Eifersucht, Hass, Egoismus und Überheblichkeit. An deren Stelle treten Toleranz, Sympathie und Liebe.

„Vollbringe in einem Zustand der Losgelöstheit was getan werden muss, was auch immer es ist, und verlange niemals nach den Früchten Deiner Taten.“

2Was ist der Ursprung von Karma Yoga?

Karma Yoga ist ein fester Bestandteil der Lehren aus der Bhagavad Gita und gilt als eine der vier Formen des Yoga. Der einzige Unterschied zu allen anderen Yoga-Formen ist, dass Karma Yoga direkt und vor allem den ganzen Tag ausgeübt werden kann. Das geht bei den anderen Formen nicht. Jnana Yoga und seine wichtigste Ausübungsform Hatha Yoga bezieht sich beispielsweise auf eine gewisse Zeitspanne, eine Dauer.

„Karma Yoga ist das Yoga der tiefen und eingehenden Verschmelzung mit dem Göttlichen durch jegliche selbstlose Handlung.“

Die Basis des Karma Yoga ist ein einfacher Gedanke. Es ist die Tatsache, dass wir in jedem Moment des Lebens in unseren Handlungen frei sind. Ob wir uns gezwungen fühlen oder nicht – wir bleiben in unseren Handlungen frei und tragen die volle Verantwortung dafür.

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Deswegen hilft Karma Yoga auch bei der Beantwortung der Frage: Wie soll ich Handeln? Warum sollte ich in diesem Moment genau so handeln und nicht anders? Wer Karma Yoga lang genug praktiziert und häufiger in sich geht, der wird die Antwort recht schnell finden.

3Was ist das Ziel des Karma Yoga?

„Der Karma Yogi braucht nicht an irgendeine Doktrin zu glauben. Er braucht noch nicht einmal an Gott zu glauben, er braucht sich nicht zu fragen, was die Seele ist und er muss sich von keinerlei metaphysischer Spekulation angezogen fühlen“. (Practical Yoga)

Er muss einzig und allein handeln.

4Wo wird Karma Yoga praktiziert?

Generell kann Karma Yoga immer und überall ausgeführt werden. Ob Zuhause im Alltag, im Büro, auf der Straße, wenn eine Omi Hilfe bei den Einkaufstüten braucht, am Abend, in der Bar, im Restaurant. Es geht einzig und allein darum, dass die Taten Gutes bewirken. Karma, baby.

5Karma Yoga in der Yoga Ausbildung

Es gibt mittlerweile eine Menge Yoga-Schulen auf der ganzen Welt, die Yogis anbieten als Karma-Yogis ihre Yoga-Ausbildung zu finanzieren. Das ist eine gute Möglichkeit für alldiejenigen, die sich finanziell erst einmal keine Yoga-Ausbildung leisten können.

Dabei unterstützen Karma Yogis ihre Studios, das Ashram oder die Yoga-Schulen mit verschiedensten Sachen. Kochen, putzen, telefonieren und vielleicht sogar unterrichten.

Solltet ihr mehr Informationen zu Karma Yoga suchen, dann schaut euch dieses Video hier an:

Du möchtest noch mehr über Moni und ihre Yoga-Ausbildung als Karma-Yogi erfahren? Dann schau doch morgen mal bei Yogareich rein. Dort gibt es einen Bericht von Moni über „Meine erste Begegnung mit Anusara Yoga”. In den Tagen darauf gibt es spannende Berichte auf: Yogan, Lebensflow, Ganzwunderbar oder auf Julia liebt Yoga vorbei.In den nächsten Tagen erscheinen dort Fortsetzungen von Moni. Wenn du generell mehr zum Thema Karma Yoga lernen möchtest, dann schau mal ins Interview mit Vilas und hier vorbei. Happy Karma!

Anne Steinbach

Anne ist Reisejournalistin, Bloggerin und schon seit vier Jahren in Indonesien verliebt. Manchmal teilt sie diese Liebe auch mit anderen Ländern in Südostasien, dann packt sie ihren Schrammel-Backpack und zieht los. Yoga macht sie schon seit 5 Jahren und hat gerade Bikram für sich entdeckt. Nur an das Schwitzen muss sie sich noch gewöhnen.

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