Wasseryoga – ab ins warme Nass!

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Wasseryoga, ein weiterer neuer Yoga Trend, ersetzt die altbewährte Yogamatte durch einen Pool. 33-35 Grad warmes Wasser, Badebekleidung, ein Handtuch und eine Schwimmnudel – mehr wird für den Kurs nicht benötigt. Die Kraft des Wassers kann auch beim Yoga zur Verbesserung der Gesundheit beitragen. Gerade jetzt, wo uns der Sommer so langsam verlässt, ist Wasseryoga eine optimale Möglichkeit, sich weiterhin in einem Pool aufhalten zu können und gleichzeitig seinem Körper und Geist etwas Gutes zu tun!

1Wasseryoga: Warum ausgerechnet Yoga im Wasser?

Es ist durchaus nichts Neues, dass Sport im Wasser positive Ergebnisse mit sich bringt. Warum also nicht auch Yoga ins Wasser verlagern? Das Konzept ist noch relativ neu, deshalb gibt es momentan auch wenige Yogaausbildungen in diese Richtung.
Yoga Afloat, oder auch Wasseryoga genannt, vereint die traditionellen Yogaposen mit dem Element Wasser. Der Vorteil im Wasser ist , dass man bei den stehenden Yogaposen, welche die Balance und Stabilität schulen, sanft fällt. Somit ist die Verletzungsgefahr beim Wasseryoga sehr gering.

2Wasseryoga: Wie funktioniert das genau?

Schwebende Posen werden im tieferen Wasser und mit Hilfsmitteln wie der Poolnudel umgesetzt. Der Körper liegt vertikal auf dem Wasser und die Wirbelsäule wird leicht durchgestreckt. Hierdurch erlangt der Körper mehr Dehnung und Muskelbeschwerden können gelindert werden. Dazu werden Verspannungen gelöst und Atemübungen durch den Druck des Wassers verstärkt. Gerade ungeübte Yogis finden im Wasser schneller Ruhe und Entspannung. Die Übungen werden langsamer und bewusster ausgeführt. Generell hat Wasseryoga eine extrem entspannende Wirkung auf den Körper, welche durch die Wassertemperatur und oftmals durch den Einsatz von Entspannungsmusik verstärkt wird.

Übrigens funktioniert auch Savasana super im Wasser:

Der Wasserdruck stärkt das Herz-Kreislaufsystem und durch den Auftrieb des Wassers, verliert der Körper seine Eigenschwere, wodurch sämtliche Muskelgruppen entlastet werden. Der Widerstand des Wassers, erhöht die Muskelarbeit. Das Konzept baut sich, ähnlich wie beim herkömmlichen Yoga, auf sechs Elementen auf:

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  • Zu Beginn wird der Körper mit einfachen Übungen aufgewärmt. Die Übungen bestehen überwiegend aus Geh-, Lauf- und Schwungübungen.
  • Die Körperhaltung bildet das zweite Element. Hierbei wird der Körper entweder in eine horizontale oder vertikale Position gebracht und gehalten.
  • Die Asanas gehen fließend ineinander über, so dass verschiedene Bewegungsreihen entstehen.
  • Verschiedenste Atemübungen werden ins Training mit eingebunden. Sie sollen sich positiv auf Lunge, Herz und Kreislauf auswirken.
  • Gleichzeitig finden Meditationsübungen im Wasser statt. Sie unterstützen den Geist dabei, sich zu fokussieren und zu entspannen. Die Konzentration soll sich ausschließlich auf das Wasser und die einzelnen Bewegungen beschränken.
  • Entspannungsübungen werden in den Kurs mit eingebunden. Sie sorgen dafür, dass Körper, Geist und Seele zur Ruhe kommen und der Teilnehmer für eine kurze Zeit vom oftmals hektischen Alltag abschalten kann.

Die Wassertemperatur sollte im Idealfall 32 bis 34 Grad betragen, da diese Temperatur unserer Hauttemperatur am nächsten kommt. Ist das Wasser kälter, müssen die Übungen dynamischer ablaufen und das Programm umgewandelt bzw. den Gegebenheiten angepasst werden.

wasseryoga-frau-in-lotussitz-im-wasser3Wasseryoga: Für wen ist es geeignet?

Wasseryoga kann unabhängig von Alter, Gewicht und Fitness ausgeführt werden. Gerade für Menschen mit Übergewicht oder Gelenkschmerzen ist diese Art von Yoga eine gute Alternative zu herkömmlichen Arten auf dem Trockenen. Anfänger profitieren von diesen Kursen enorm, da der Verletzungsgrad extrem gering ist und die einzelnen Asanas ganz in Ruhe trainiert werden können. Auch für Schwangere ist Yoga im Wasser geeignet, da die Belastung auf den Körper viel geringer ist und das warme Wasser sie unterstützt und entspannt.

Meiden sollte man Wasseryoga wenn man an Herz-Kreislaufproblemen oder Bluthochdruck leidet. Des Weiteren sollten Menschen mit Venenentzündungen auf Yoga im Wasser verzichten, da das warme Wasser die Symptome noch verstärken kann. Wie in jedem öffentlichen Schwimmbad sollte man auch nicht mit offenen Wunden, einer akuten Erkältung oder ansteckenden Hautkrankheiten ins Wasser gehen.

Wie bei allen Sportarten, konsultiert ihr am besten euren Arzt oder Yogalehrer, falls ihr euch nicht sicher seid. Denkt auch hier an eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr nach dem Training. Denn selbst im Wasser kommt der Körper ins Schwitzen.

Habt ihr schon Erfahrungen mit Wasseryoga gemacht oder könnt ihr Studios empfehlen, in denen Yoga Afloat angeboten wird?
Tauscht eure Erfahrungen mit uns aus!

Ronja Iden

Ronja ist eigentlich Erzieherin aus Leidenschaft. Werden ihr die kleinen Racker dann aber doch mal zu viel, schaltet sie am liebsten beim Pilates ab. Ein Glück ist ihre Mutter pilates Lehrerin und pusht sie mit Vorliebe an ihr Limit. Und wenn es dann doch mal eine größere Auszeit sein soll, packt Ronja ihre sieben Sachen und reist auf eigene Faust in der Welt herum.

3 thoughts on “Wasseryoga – ab ins warme Nass!

  1. Katja says:

    Hallo Ronja, danke für deinen sehr interessanten Artikel. AquaYoga kenne ich und ich finde es super. Ein großer Vorteil davon ist, das es Gelenk schonend ist, man kann die Asanas länger halten durch den Wasserdruck der dich hält und man gewinnt an mehr Elastizität als an Land. Bei uns (Johannesbad Bad Füssing /Jovitalis) gibt es schon seit ca 1 Jahr AquaYoga und der Kurs (JoYala ) ist immer voll… LG Katja

  2. Pingback: Karma Sprüche und wie dich abfucken... - HelalBeauty

  3. Sandra Stock says:

    Liebes Asanayoga-Team und liebe Yogafreunde,
    Ich lehre seit drei Monaten Aqua-Yoga in der Toskana Therme in Bad Sulza und erfreut es sich dort großer Beliebtheit. (yogamitsandra.de) An meinen Stunden nehmen Kinder, Schwangere, Übergewichtige als auch bis zu 80jährige teil. Das warme Sole-Heilwasser macht es jedem Teilnehmer möglich, je nach körperlicher Verfassung Yoga im Wasser zu praktizieren und die Unterwassermusik machen jede Aqua-Yogastunde zu einem besonderen Erlebnis! Die Yogahaltungen stehend im Wasser oder schwebend mit Poolnudeln, sind für jeden Teilnehmer und jede Teilnehmerin egal welche Yoga-Vorkenntnisse vorhanden sind geeignet und biete ich in verschiedenen Schwierigkeitsgraden an. Besonders entspannend ist es nicht zuletzt, sich im Shavasana von dem warmen Wasser und Mantramusik unter Wasser tragen zu lassen. Die Teilnehmenden fühlen sich meist erfrischt und entspannt und manchmal kommt auch der Muskelkater am nächsten Tag hervor. Ich kann es jedem empfehlen! Bei youtube findest Du auch Videos von mir (Aqua Yoga mit Sandra Stock) Eure Wasser-Yogini Sandra

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