Ashtanga Yoga: Dynamisch, kraftvoll und kontrolliert

1Was ist der Yogastil Ashtanga Yoga?

Ashtanga Yoga ist ein sehr kräftigender, dynamischer und athletischer Yogastil. Die Wechsel zwischen den Asanas verlaufen schnell und sind anspruchsvoll für Körper, Balance und Konzentration.

Ashtanga Yoga zählt zu den ältesten Yogamethoden und stellt eine wichtige Säule für unser heutiges Yogaverständnis. Übertragen steht Ashtanga für die folgenden acht Glieder – vier sind in uns, vier außerhalb zu verorten – die diesen Yogastil in der Praxis umfassen (nach Patanjali):

  • Yama (der Moralkodex/die Prinzipien)
  • Niyama (Selbstreinigung und Studium)
  • Asana (Haltungen)
  • Pranayama (kontrollierte Atmung)
  • Pratyahara (die Kontrolle der Sinne)
  • Dharana (Konzentration)
  • Dhyana (Meditation)
  • Samadhi (absolute Ruhe)

2Was kann ich von Ashtanga Yoga erwarten?

Ashtanga Yoga

Im Mittelpunkt der Yogapraxis stehen die Haltungen (meist eine Reihe von sechs Asanas), die dich schnell ins Schwitzen und dein Herz-Kreislauf-System in Schwung bringen werden. Die Durchblutung wird angeregt, Schmerzen gelindert, die inneren Organe werden zusätzlich aktiviert und Blockaden gelöst. Das setzt in deinem ganzen Körper Energie frei, reinigt und stärkt ihn. Eine bewusste Atmung und die Konzentration auf dein Inneres sind dabei unerlässlich. Eine Ashtanga Yoga Praxis beinhaltet meistens die gleiche Reihefolge an Asanas, und setzt somit Kontinuität und Disziplin voraus.

Du wirst bald lernen, deine bisherigen Grenzen von Körper und Geist zu überwinden. Du wirst an Stärke und Flexibilität zunehmen, innerlich ruhiger und emotional sicherer werden. Doch du musst von Anfang an Ausdauer, Geduld und Willenskraft mitbringen.

3Wirkungen, Vorteile und Schwerpunkte

„Yoga ist zu 99 Prozent Praxis und zu 1 Prozent Theorie.“
Pattabhi Jois

sharathguruji

  • Kräftigt und stärkt Körper und Geist, Konzentrationsfähigkeit, Flexibilität und Balancegefühl
  • Löst Blockaden, Spannungen und Schmerzen
  • Dynamischer, oft anstrengender Yogastil
  • Mehrgliedrige Yogapraxis, die sich am traditionellen Yogaverständnis orientiert
  • Beansprucht wird meist der gesamte Körper
    • 4Welche Yogaübungen werden praktiziert?

      Die Übungen im Ashtanga-Yoga solltest du – gerade am Anfang – nicht auf eigene Faust praktizieren, sondern immer unter Anleitung eines erfahrenen Yogalehrers. Denn wirkungsvoll ist dieser Yogastil nur, wenn er richtig angewendet wird. Falsch praktiziert, kannst du viele Fehler machen.

      Viele Übungsreihen beginnen mit den Abfolgen des Sonnengrußes (Sury Namaskara) mit seinen verschiedenen, zusammenhängenden und fließend verbundenen Asanas.

      Oft werden anschließend eine Reihe von stehenden Haltungen geübt, etwa verschiedene Formen von Trikonasana (das Dreieck) Uttanasana (stehende Vorwärtsbeuge) oder auch Parivritta Parshvakonasana (Gedrehte Winkel-Haltung). Ebenso sind Adho Mukha Svanasana (Herabschauender Hund), Virabhadrasana (Der Krieger) sowie Bhujangasana (Die Kobra) Teile vieler Ashtanga-Yoga-Abfolgen.

      Die Ausführungen aller Asanas stehen in enger Verbindung mit einem bewussten Ein- und Ausatmen (Pranayama; siehe auch title=“Vinyasa Yoga“>Vinyasa Yoga).

      Ashtanga Yoga Primary Series

      Primary Series Ashtanga Yoga

      5Was brauche ich für die Stunde? Was soll ich anziehen?

      Du brauchst selbstverständlich eine hochwertige Yogamatte und zur Unterstützung wahrscheinlich ein paar Hilfsmittel, wie Yogablöcke und einen Yogagurt.

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      Anziehen solltest du spezielle Yogakleidung, die auch anspruchsvolle Bewegungen problemlos mitmacht, die atmungsaktiv und flexibel ist.

      Zitate-Grafik des „Erfinders“ oder eines berühmten Vertreters:

      6Wer hat diesen Yogastil entwickelt?

      Nach Amerika und Europa kam Ashtanga Yoga vor etwa 35 Jahren durch den Guru Sri K. Pattabhi Jois. Dieser wiederrum wurde vor allem von T. Krishnamacharya unterrichtet, der in der Tradition von Vamana Rishi lehrte. Ab den 1960ern begannen amerikanische Schüler, Ashtanga Yoga in die westliche Welt zu vermitteln.

      Pattabhi Jois, geboren 1915 in Indien, starb 2009 im Alter von 93 Jahren.

Robin Pratap

Robin ist Co-Founder von ASANAYOGA.DE und schreibt regelmäßig über Themen, welche die Yoga Community bewegen. Mit seinem indischen Background ist er schon früh mit Yoga in Berührung gekommen. Nach dem Sustainable Development Studium in Indien und England, ist sein Ziel eine innovative Plattform zum Wissensaustausch für Yogis zu gestalten.

3 thoughts on “Ashtanga Yoga: Dynamisch, kraftvoll und kontrolliert

  1. Anonymous says:

    Die erste Serie, die die meisten üben, hat beispielsweise 41 Asanas. Die Basis-Sequenz vor den einzelnen Serien und nach den 2 verschiedenen Sonnengrüßen hat allerdings wirklich 6 Asanas. Die Schlusssequenz die jeder Übungspraxis angehängt wird dann nochmal 16.
    Und die acht Glieder des Ashtanga-Yoga umfassen den Yogastil Ashtanga ganz sicher nicht in der Praxi. Denn dieses 8 Glieder bezeichnen den Weg zu Samadhi, den Bewusstseinszustand den jeder Yogaübende erreichen will, und können meist bur mit einer sehr langen Meditationspraxis erreicht werden, die letzten vier Glieder sogar nicht mehr mit Übung und Willen.
    Die 8 Glieder (Ashta = acht, anga = Glieder) von Yama/Niyama bis zu Samadhi und die Asana-Praxis des Ashtanga-Yoga sind also zwei komplett verschiedene paar Schuhe.

  2. Anonymous says:

    Die erste Serie, die die meisten üben, hat beispielsweise 41 Asanas. Die Basis-Sequenz vor den einzelnen Serien und nach den 2 verschiedenen Sonnengrüßen hat allerdings wirklich 6 Asanas. Die Schlusssequenz die jeder Übungspraxis angehängt wird dann nochmal 16.
    Und die acht Glieder des Ashtanga-Yoga umfassen den Yogastil Ashtanga ganz sicher nicht in der Praxi. Denn dieses 8 Glieder bezeichnen den Weg zu Samadhi, den Bewusstseinszustand den jeder Yogaübende erreichen will, und können meist bur mit einer sehr langen Meditationspraxis erreicht werden, die letzten vier Glieder sogar nicht mehr mit Übung und Willen.
    Die 8 Glieder (Ashta = acht, anga = Glieder) von Yama/Niyama bis zu Samadhi und die Asana-Praxis des Ashtanga-Yoga sind also zwei komplett verschiedene paar Schuhe.

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