Filmtipp: An den Ufern der heiligen Flüsse

An den Ufern der heiligen Flüsse

“Eine wundervolle Mediation über die größte spirituelle Zusammenkunft der Welt.“
Darren Aronofsky

Das größte Glaubensfest der Welt

Die Kumbh Mela ist das größte religiöse Fest des Hinduismus und mehr noch: Es ist das größte Glaubensfest der gesamten Welt. Die Kumph Mela findet nur alle zwölf Jahre statt. Millionen an Pilgern treffen sich um an der rituellen Waschung der Hindus im heiligen Fluss Ganges teilzunehmen. Um sich diese unglaublichen Dimensionen besser vorstellen zu können: Verbildliche dir, wie ALLE im deutschsprachigen Raum lebenden Menschen gehen gemeinsam baden.

Das letzte Kumbh Mela fand im Jahr 2013 statt. In einem Zeitraum von insgesamt eineinhalb Monaten strömten schätzungsweise 90 Millionen Gläubige an den Ort, an dem der Ganges, die Yamuna und der unsichtbare, mythische Fluss Saraswati zusammenfließen. Der Höhepunkt des Festes ist die rituelle Waschung um sich von Sünden zu reinigen und den Kreislauf der Wiedergeburt zu durchbrechen und Unsterblichkeit zu erreichen.

„Immer wenn die Gestirne Jupiter, Sonne und Mond in bestimmten Aspekten präzise zueinander stehen, manifestiert sich im Glauben der Menschen Amrit in den Wassern des Ganges an den jeweiligen Stellen des Flusses und die Pilger nehmen dann ein Bad in Unsterblichkeit.“
WIKIPEDIA

In vier Städten findet das Fest in regelmäßigen Abständen statt. Das letzte Mal in der Millionenmetropole Allahabad. Der Regisseur Pan Nalin reiste 2013 ins indische Allahabad zum Kumbh Mela um seine Dokumentation „AN DEN UFERN DER HEILIGEN FLÜSSE“ zu filmen. Hierbei traf er inspirierende und außergewöhnliche Menschen, die er in seiner Dokumentation sprechen lässt. Im Film zeigt er beeindruckende Bilder der spirituellen Riten und den Alltag der Menschen auf der Kumbh Mela, u.a. das Leben der indischen Sadhus.

„Immer wieder taucht die Kamera in die strömende Menschenmenge ein, wird ein Teil von ihr, lässt die Bilder für sich sprechen.“
NATIONAL GEOGRAPHIC

Die Charaktere im Film sind jene Menschen, die sich dem Geist, dem Yoga, der Meditation und dem Glauben verschrieben haben. Sie teilen ihre persönlichen Schicksale mit dem Regisseur Pan Nalin.

„Es gab nur 2 Fragen: Wo stelle ich die Kamera hin? Wann schalte ich sie an? Die Geschichten passierten dann ganz von allein.“
Regisseur Pan Nalin

Die Charaktere am Ufer der heiligen Flüsse

Da ist der Hatha Yogi Baba, dessen Leben sich ums Yoga und seinen kleinen Adoptivsohn dreht. Sein Wesen wird unglaublich authentisch in der Dokumentation dargestellt. Gänsehaut inklusive. Er hat der weltlichen Gesellschaft entsagt und lebt zurückgezogen als Mönch. Tägliches Yoga, Meditation und ein einfaches Leben sind Hauptbestandteile seines Lebens. Vor einiger Zeit fand er jedoch ein ausgesetztes Baby an seiner Türschwelle. Ein zurückgezogener Mönch als Vater eines Waisen? Dieses Schicksal wird berührend-intensiv im Film gezeigt.Einer der anrührendsten Szenen des Films ist, wenn Hatha Yogi BABA seinem kleinen BAJRANGI die ersten YOGA-Übungen beibringt.

Da ist der kleine Junge Kishan Tiwari, der von zu Hause weggelaufen ist und sich für einen Waisen ausgibt. Er wird auf Kumbh Mela von Fremden aufgenommen und träumt von einem Leben in Mumbais Mafia. Doch am Ende des Films träumt er einen komplett neuen Traum. Auf der anderen Seite steht die besorgte Mutter, die verzweifelt nach ihrem Sohn sucht. Denn das Kumbh Mela ist riesig. Ständig verlieren sich hier Familienmitglieder. Manchen werden wieder gefunden, andere leider nicht. Außerdem ist da dieser Asket, der sich dem Cannabis-Konsum verschrieben hat, um seinen inneren Frieden zu finden. Was er den ganzen Tag macht? Das kannst du dir ja denken. Aber eins verbindet alle Charaktere im Film: Der gemeinsame Glaube.

Bei der Dokumentation „AN DEN UFERN DER HEILIGEN FLÜSSE“ fühlt man sich dem gigantischen Spektakel unglaublich nah. Die Bilder sind überwältigend, dramatisch und magisch zugleich. Die Stimmung der Mela wird in den unterschiedlichsten Kameraperspektiven einzigartig rüber gebracht.

Fazit: Der Film „AN DEN UFERN DERN HEILIGEN FLÜSSE“ ist ein „Must-See“ für alle Yoga-Fans, die auch mal hinter die Fassade dieser Praxis sehen möchten. Der Film läuft am dem 30.04.2015 in vielen Städten Deutschlands. Wir werden in München dabei sein, was ist mit dir?

„Wer diesen Film gesehen hat, will anschließend erstmal nichts mehr sagen. Denn die Geschichten wirken nach.“
GALORE, Ausgabe Mai 2015

Film Details

  • Produktion: Frankreich, Indien 2013
  • Regie: Pan Nalin
  • Drehbuch: Pan Nalin
  • Darsteller: Bhole Baba, Hatha Yogi Baba, Baby Bajrangi, Shriman Umeshanad Brahmachari, Vivekanand Brahmachari, Kishan Tiwari, u.v.w.
  • Länge: 115 Minuten
  • Verleih: NFP
  • Kinostart: 30. April 2015

Es gibt Karten zu gewinnen: Wir verlosen zwei Freikarten für den Film „AN DEN UFERN DER HEILIGEN FLÜSSE“. Beantwortet dafür einfach die Frage „Welchen Yogastil machst du am liebsten?“ als Kommentar. Viel Spaß beim Mitmachen!

Exklusiver Film-Ausschnitt

Die ersten Yoga-Versuche mit Hatha Yoga Baba:

Austrahlungsorte

Austrahlungsorte

Melissa Schumacher

Ich bin Reisebloggerin bei indojunkie (https://indojunkie.com/), Yogi-Wannabe, Rettungstaucherin und Backpacking-Enthusiastin mit viel Liebe für Umwelt und Natur. Meine endlose Energie fließt in meine Projekte und Studien, ins Yoga und Tauchen und in die Erweiterung meiner Komfort-Zone durch das Entdecken der Welt mit dem Rucksack. Mein Yoga-Stil setzt sich aus unterschiedlichen yogischen Philosophien von Indonesien, Süd-Korea, der Türkei und Deutschland zusammen. Mein Lieblingsort für einen Yoga-Urlaub ist Bali (https://indojunkie.com/category/bali/).

29 thoughts on “Filmtipp: An den Ufern der heiligen Flüsse

  1. Angelika says:

    Ich liebe Hatha-Yoga mit Vinyasa-Flows – so wie die Flows fließen – fließt mein Atem – mein Geist – mein Körper in eine wundervolle Synchronizität – ich bin dann eins mit mir

  2. Melanie says:

    Ich mische meine lieblingsübungen aus verschiedenen Stilen. Vor Jahren habe ich in einer yoga Schule die klassischen Grundübungen des Hatha Yoga gelernt.

    Dann habe ich einen Kurs von Yoga-Vidya besucht, bin nicht dort geblieben.
    Eine zeitlang habe ich nach einem Buch Ashtanga Yoga gemacht.

    Zur Zeit kombiniere ich die allerersten Übungen , die ich gelernt habe, mit ein paar Übungen , die mir gefallen , aus dem Luna Yoga und dem Yin Yoga.

  3. Petra says:

    Ich mag gerne Vinyasa Flows, bin ein Fan von Patricia von Spirit Yoga und Valentin von Yoga Berlin, mit den beiden trainiere ich, wann immer ich möchte über Yoga Easy ;-), was auch immer ihr Stil sein mag..
    Sonst jeden Morgen Sonnengrüße!

  4. Kathleen Tornack says:

    Ich mache erst seit kurzem Yoga und habe noch nicht das richtige für mich gefunden. Ich probiere mich noch ein wenig aus.

  5. Melissa Schumacher says:

    Das Gewinnspiel ist beendet! Danke für eure Yogastile und eure Motivation, die dahinter steckt! Wir haben den Gewinner per Mail benachrichtigt und legen auch allen anderen Teilnehmern den Besuch des Films an Herz!

    Namaste
    Melissa

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