Yoga und die weibliche Menstruation

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Fast jede Frau muss sich einen Großteil ihres Lebens mit der Menstruationsblutung auseinandersetzen. Oft ist diese mit Schmerzen, Kopfweh und Stimmungsschwankungen verbunden. In dieser zeit kann Yoga besonders hilfreich sein.

1Yoga hilft dir, dich deinem Körper näher zu bringen

In den letzten Jahrhunderten haben sich die Menschen immer weiter von ihrem Körper entfernt und sind ihrem eigenen Körper fremd geworden.

Hörst du auf deinen Körper, verstehst was er von dir möchte und erkennst seine Signale?

Einmal im Monat findest du dich damit ab, gemeinsam mit deiner Menstruation auch Schmerzen zu durchleben. Dennoch nimmst du dir keine Zeit für dich selbst und verharrst im Alltagsstress. Dabei ist die weibliche Menstruation etwas so wichtiges für Dich und deinen Körper. Du solltest sie wertschätzen und in dieser Zeit noch viel intensiver auf seine Signale achten.

Auch hier kann dir Yoga helfen.

Wer schon länger Yoga praktiziert, weiß, dass sich mit jedem Mal Üben dein Körperbewusstsein verbessert und du deinen Körper stärker wahrnimmst. Du lernst, was deinem Körper gut tut und erkennst wie er sich durch jede Asana verändert.

Durch dieses Körperbewusstsein, wird dir klar, dass du auf deinen Körper hören und ihn wie einen Tempel behandeln solltest. Du findest heraus, wie gut Yoga für dich ist, wie es Schmerzen bekämpfen kann, dich beruhigt und dir hilft, dein inneres Selbst zu finden.

Yoga kann so viel und du kannst davon profitieren, wenn du dich darauf einlässt.

Denn Yoga ist mehr, als verschiedene Asanas zu praktizieren: Du wirst deine ganz eigene Erfahrung mit Yoga machen, wie es dich verändert, dein Körperbewusstsein, und wie du mit dir selbst und anderen umgehst. Mit der Zeit wird der Wunsch immer stärker deinem Körper etwas Gutes zu tun und deshalb hilft Yoga auch während deiner Menstruation. Du willst einen Weg finden, auf natürlich Weise die Regelschmerzen zu minimieren und den Vorgang in deinem Körper zu unterstützen.
Wenn du regelmäßig Yoga übst, auch wenn es nur zehn Minuten sind, wirst du diese Veränderung und die „benefits“ bereits erleben.

2Gewohnheiten überdenken

Vielleicht schämst du dich für deine Menstruation, findest Binden unhygienisch und greifst deshalb zu Tampons. Doch wusstest du, dass diese für deinen Körper nicht optimal sind? Es ist wichtig, dass das Blut, aus dir, ohne Hindernisse hinausfließen kann. Du solltest es nicht durch Tampons in dir auffangen und für ein paar Stunden in dir lassen. Am Anfang kann die Umstellung von Tampon auf Binde ungewohnt sein, aber es ist wichtig das der Fluss durch deinen Körper unbehindert ist, um die Reinigung zu verbessern. Du wirst bemerken, dass es deinem Körper gut tut und du dich besser fühlen wirst.

Wenn du Schmerzen hast, lässt du diese wahrscheinlich einfach über dich ergehen oder greifst sogar zu Schmerzmittel. Keines von beiden ist gut für dich und deinen Körper, deshalb ist es besonders wichtig, dir mehr Zeit zu nehmen.
Durch dein neu gewonnenes Körperbewusstsein, durch regelmäßiges Yoga, wirst du schnell merken, dass dein Körper positiv auf bestimmte Asanas in dieser Zeit reagiert. Dein Körper bedankt sich bei dir, indem sich die Schmerzen verringern. Weiter unten findest du eine Asanas-Abfolge die du während der Menstruation üben kannst um den Schmerzen entgegen zu wirken und deinem Körper in dieser Zeit zu helfen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die „Ich-Zeit“. Nimm dir während deiner Menstruation wirklich Zeit, weg vom Alltagsstress und den vielen Terminen. Es ist völlig in Ordnung wenn du dich in diesen 3-5 Tagen zurückziehst und wieder einmal ein Buch liest, einen Film anschaust oder ein langes Bad nimmst. Komm zur Ruhe, werde still und kehre in dich. Achte darauf, dass dein Unterleib, der Bereich wo sich deine Gebärmutter befindet immer schön warm ist, hier kannst du mit einem warmen Kirschkernkissen oder einer Wärmeflasche nachhelfen.

Meditation ist auch eine Möglichkeit um innere Ruhe zu finden. Ich persönlich finde geführte Meditationen oder „Yoga Nidra“ für mich in dieser Zeit am geeignetsten.

Hierzu kann ich die geführten Meditationen und Yoga Nidras von „Mojo Di“ sehr empfehlen:

3Asanas für die Zeit während der Menstruation

Beginne mit dem „Sonnengruß“. Atme ein und heb deine Arme über den Kopf, atme aus und sinke; wenn deine Finger den Boden nicht berühren, beug deine Knie. Versuch abwechselnd deine rechte und linke Hüfte nach oben zu schieben, spür die Dehnung in den Beinen. Atme ein heb den Kopf und atme wieder aus.

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Baue hier den „herabschauenden Hund“ in den Sonnengruß ein. Füße nach hinten, aber nicht zu weit. Spür das Gewicht in deinen Handflächen, zieh die Fersen Richtung Boden. arme sind noch nicht ganz durchgestreckt, Beine aber schon. Verweile für 3-4 Atemzüge, spür die Dehnung und hol dir Kraft für die kommenden Asanas.

Anschließend steige langsam zwischen deine Hände und beende den „Sonnengruß“. Atme ein, Knie beugen und komme hoch. Atme aus, Arme vor deine Brust bringen. Stelle dir vor du „Drückst“ eine Lotus Blüte hinunter.

Eine Erweiterung des „Sonnengruß“ ist, wenn du nach dem „herabschauenden Hund“ die Position „Krieger 1“ einbaust. Bring die linke Ferse nach innen, ungefähr 40° und dann stell dein rechtes Bein nach vorne und Beuge es. Das linke Bein bleibt gesteckt und die Kraft wird auf die außen Kanten des Fußes gebracht. Spür die Dehnung, ist sie stark bring die Aufmerksamkeit dorthin, atme zur Dehnung. Verweile für 4-5 Atemzüge.

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Variation: Bring deine arme parallel zum Boden, deine Hüften werden sich drehen, blicke nach vorne zu deinen Fingerspitzen. Kehre anschließend langsam wieder in den „herabschauenden Hund“ zurück und dann wechsle Seite. Beende danach den „Sonnengruß“.

Beginne anschließend wieder mit den ersten drei Positionen des „Sonnengruß“ inkl. „herabschauender Hund“ und zieh dich dann wie eine Schlange nach unten und vorne zu deinen Hände und heb die Brust und die Knie. Blicke nach vorne, verlagere das Gewicht auf deine Handflächen. Du befindest dich nun im „heraufschauenden Hund“. spür die Beugung deiner Wirbelsäule, deines unteren Rückens. Verweile für 3-4 Atemzüge. Kehre wieder in den „herabschauenden Hund“ zurück.

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Nun leg die Knie zum Boden ab, setze dich auf deine fersen, leg deine Brust auf deinen Oberschenkeln ab, Kopf zum Boden und Arme entweder ausgestreckt vor dich oder neben deinen Beinen. „Yoga Mudra“ oder die „Kind“ Haltung. Verweile hier für 5-6 Atemzüge um die Dehnung in deinem Rücken und den Beinen zu spüren. Hol dir Kraft. Setzt dich auf und leg dich dann auf deinen Rücken. Zieh deine Füße zu deiner Brust, greif umzieh herum, du befindest dich jetzt in der „Kniewiege“. Schultern und rücken sinkt in den Boden, du kannst dich vorsichtig nach rechts und links wiegen. Du massierst hier deine Wirbelsäule und deinen Rücken.

Nun bring deine Beine wieder zu Boden und zieh ein Bein zu dir und leg es auf der anderen Seite angewinkelt ab. „Krokodil“. Der Oberkörper bleibt gerade, deine Schultern bringe zu Boden, deine Arme Strecke seitlich weg und blicke in die entgegengesetzte Richtung. Spür die Drehung in der Bauchregion. Hier massierst du deine Organe, sie werden sich freuen und grummeln. Verweile für 5-6 Atemzüge. Wiederhole es dann auf der anderen Seite.
Variation: Leg beide Beine angewinkelt auf einer Seite ab.

Nun sind wir am Schluss angekommen. Zieh deine Füße zu dir, winkle sie wie im Schneidersitz, deine Arme lege gemütlich ab und lass deine Handflächen nach oben zeigen. Hier wäre es von Vorteil wenn du deinen Oberkörper auf einem größeren Kissen ablegst damit dein Becken ein wenig nach unten gerichtet ist und das Blut kann besser aus dir fließen. Entspanne, schließ die Augen, lenk die Aufmerksamkeit auf deinen Atem, lass dich nicht von deinen Gedanken weg gleiten, lass sie kommen und wieder gehen.

Victoria Kainz

Hallo, mein Name ist Victoria und ich praktiziere Yoga seit ungefähr einem halben Jahr. Bei Yoga und mir war es Liebe auf das erste Asana. Ich bin so begeistert wie Yoga mich und mein Leben verändert, dass ich diese Erkenntnisse und Erlebnisse auf meinem Blog <a href="https://yogaandlifesite.wordpress.com">Yoga and Life </a> an Andere weiter geben möchte. Mein Traum wäre es Yogalehrerin zu werden und jeden Tag am Strand Yogaklassen zu halten.

2 thoughts on “Yoga und die weibliche Menstruation

  1. Carolin says:

    hmmmmmm…… ungehindert abfließen kann es dann aber auch nicht, oder? also insofern keine Alternative; allerdings gut für die Umwelt

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