Vegane Weihnachten: Das Asanayoga Weihachtsmenü für Veganer

Vegane-Weihnachten

Wie jedes Jahr läuft der Countdown bis zum Weihnachtsfest und wer vielleicht veganen Besuch erwartet oder gar selber tierfreundlich feiern möchte, stellt sich bestimmt die Frage: Was essen Veganer eigentlich zu Weihnachten? Tatsächlich gibt es eine Fülle an veganen Gerichten als Alternativen zu den klassischen Fleischgerichten. Wir haben für euch leckere vegane Vorspeisen, Hauptspeisen und Desserts zusammengestellt, die nicht nur an Weihnachten, sondern auch an Silvester super ankommen. Und ich kann euch verraten, die Gerichte sind so lecker und kaum zeitaufwendig, dass ihr euch fragen werdet, warum es an Weihnachten eigentlich immer Fleisch und Co. geben muss.

Das ist das Asanayoga veganes Drei-Gänge-Weihnachtsmenü:

  • Vegane Vorspeise:Kresseschaumsuppe mit Kräutercroutons oder Feldsalat mit Räuchertofustreifen
  • Veganer Hauptgang: Falscher Hase mit Portwein-Rahmsauce und Kartoffelstampf oder „Matjes“ mit Petersilienkartoffeln
  • Veganes Dessert: Weisse Mousse Au Chocolat auf Erdbeersauce oder Himbeertrifle mit Seidentofu und Zwieback

1Vegane Weihnachten: Vorspeise – (Noch 3 Stunden bis das Christkind kommt)

Vegane Vorspeise: Kresseschaumsuppe mit Kräutercroutons (Arbeitszeit: 30 Minuten)

Für 4 Portionen benötigt ihr:

Vegane-Weihnachten-Suppe

Suppe

  • 2 Kästchen frische Kresse
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Margarine
  • 3 EL Weizenmehl
  • 50 ml veganer trockener Weißwein
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 100 ml Hafer-oder Sojasahne
  • 1 Prise Zucker
  • Salz, schwarzer Pfeffer

Kräutercroutons

  • 1 Knoblauchzehe
  • 100 gr Toastbrot
  • 3 EL Margarine
  • 1 EL frisch gehackte Petersilie
  • 1 EL frisch geschnittene Schnittlauchröllchen

Zubereitung:

  • Die Kresse wird grob gehackt. Stellt euch ein Viertel davon als Garnitur zur Seite. Schält die Zwiebel sowie den Knoblauch und schneidet ihn in feine Würfel.
  • Nehmt einen großen Topf und zerlasst darin die Margarine. Nun die Zwiebel- und Knoblauchwürfel darin glasig andünsten. Bestäubt die Würfel nun mit Mehl und rührt so lange, bis die Mischung schaumig wird. Mit dem Weißwein ablöschen. Ist die Flüssigkeit fast vollständig verkocht, könnt ihr die Gemüsebrühe hinzugeben. Alles aufkochen und bei niedriger bis mittlerer Hitze 10 Minuten köcheln lassen.
  • Schneidet in der Zwischenzeit den Knoblauch für die Croutons. Schneidet die Toastbrotscheiben in 1cm große Würfel. In einer beschichteten Pfanne wird nun die Margarine zerlassen, die Brotwürfel dazugegeben und mit Salz und Pfeffer gewürzt. Bei mittlerer Hitze röstet ihr die Würfel unter häufigem Wenden an. Kurz bevor sie fertig sind, werden die Petersilie und der Schnittlauch hinzugegeben.
  • Die Hälfte der gehackten Kresse gebt ihr zusammen mit der Hafersahne in die Suppe. Püriert sie kräftig mit einem Stabmixer, so dass auf der Oberfläche eine Schaumkrone entsteht. Rührt die übrige gehackte Kresse unter die Suppe und schmeckt sie mit Zucker, Salz und Pfeffer ab.
  • Holt nun eure weihnachtlichen Suppenteller hervor und garniert die Suppe mit der restlichen Kresse und den Kräutercroutons.

Vegane Vorspeise: Feldsalat mit Räuchertofustreifen (Arbeitszeit: 20 Minuten)

Vegane-Weihnachten-Feldsalat

Für 4 Portionen benötigt ihr:

Salat

  • 100gr geräucherter Tofu
  • 2EL Olivenöl
  • 400gr Feldsalat
  • 1 Mango

Dressing

  • 1 rote Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Weißweinessig
  • 2 EL mildes Olivenöl
  • frisch gepresster Saft von einer halben Zitrone
  • 50gr Zucker
  • 1/2 Mango
  • Salz und schwarzen Pfeffer

Zubereitung

  • Schält zuerst für das Dressing die Zwiebel und den Knoblauch und schneidet sie in feine Würfel. In einer Schüssel verrührt ihr nun die Würfel mit dem Weißweinessig, dem Olivenöl und dem Zucker. Schmeckt das Ganze mit Zucker, Salz und Pfeffer ab. Das Dressing kann ruhig etwas pikanter sein.
  • Schneidet das Fruchtfleisch von der halben Mango vom Stein. Die Hälfte des Fruchtfleischs wird in kleine Stücke geschnitten und in einem Gefäß mit einem Stabmixer püriert. Wenn die Masse zu fest wird, gebt einfach ein bisschen Wasser hinzu.
  • Der Tofu wird in Streifen geschnitten und einer Pfanne mit Olivenöl knusprig angebraten. Lasst ihn danach auf einem Küchenpapier abtropfen. Die restliche Mango wird in Spalten geschnitten. Gebt den Feldsalat zum Dressing in die Schüssel und mischt alles sorgfältig.
  • Nun gebt ihr auf die Teller jeweils mittig einen Klecks Mangomus. Darauf setzt ihr den Feldsalat und garniert ihn mit den Mangospalten und dem Räuchertofustreifen.

2Vegane Weihnachten: Die Hauptspeisen – (Nicht mehr lang, dann gehts an die Geschenke)

Veganer Hauptgang: Falscher Hase mit Portwein-Rahmsauce und Kartoffelstampf (Arbeitszeit: 2,5 Stunden)

Für 4 Personen benötigt ihr:

Vegane-Weihachten-Gemuese

Hackbraten

  • 250gr Glutenmehl
  • 1 TL getrockneter Majoran
  • 1 TL getrockneten Bärlauch
  • 1 1/2 EL Hefeflocken
  • 200gr geräucherter Tofu
  • 350ml Gemüsebrühe
  • 2 EL Sojasauce
  • 1 EL Erdnussöl
  • 1 EL gehackte Kapern
  • 2 EL Rapsöl
  • Salz und schwarzer Pfeffer

Sauce

  • 2 mittelgroße Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Möhre
  • 40gr Knollensellerie
  • 1 Stange Lauch
  • 3 EL Pflanzenöl
  • 50gr Tomatenmark
  • 40gr Weizenmehl
  • 50ml veganer trockener Rotwein
  • 500ml kalte Gemüsebrühe
  • 100gr Hafersahne
  • 1 Lorbeerblatt
  • Salz und Pfeffer

Kartoffelstampf

  • 1kg vorwiegend festkochende Kartoffeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Lorbeerblatt
  • 50gr Margarine
  • 150-200 Ml pflanzliche Milch
  • 1 Prise Muskatnuss, Salz und Pfeffer

Ausserdem braucht ihr eine Kastenform!

  • Der Backofen wird auf 200 Grad Umluft vorgeheizt. Für den Hackbraten verrührt ihr das Glutenmehl mit Majoran, Bärlauch, Hefeflocken, Salz und Pfeffer. (Tipp: Bei Glutenmehl immer erst die trockenen Zutaten vermischen und die feuchten Zutaten separat vermengen. So verteilen sich die Gewürze und Kräuter besser)
  • Den Tofu mit der Gemüsebrühe, Sojasauce und dem Erdnussöl pürieren, mit den Kapern unter die trockenen Zutaten mischen und alles-erst mit einem Kochlöffel, dann mit den Händen-zu einem homogenen Teig verkneten. Den Teig zu einem Laib formen, der etwas kleiner als die Kastenform ist. Nun wickelt ihr ihn in Backpapier ein und schlagt ihn danach in Alufolie ein. Legt ihn in die Kastenform und lasst ihn 2 Stunden im Ofen backen.
  • Nach ca. einer Stunde könnt ihr euch an die Sauce machen. Hierfür schneidet ihr die Zwiebeln und den Knoblauch klein. Die Möhren und der Sellerie werden geschält und mit dem Lauch zusammen fein gewürfelt. Erhitzt das Öl in einer Pfanne und dünstet darin die Zwiebeln und den Knoblauch glasig. Das Gemüse wird nun hinzugegeben und unter ständigem Rühren kräftig angeröstet. Nun das Tomatenmark einrühren und karamellisieren lassen. Mit Mehl bestäuben und umrühren. Danach mit dem Rotwein ablöschen und kurz aufkochen lassen. Nach und nach die Gemüsebrühe angießen. Das Lorbeerblatt hinzufügen und alles bei mittlerer Hitze etwa 15 Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und das Lorbeerblatt wieder heraus nehmen. Die Sauce kurz aufkochen lassen, vom Herd nehmen und mit dem Stabmixer pürieren. Zum Schluss die Sauce mit der Hafersahne verfeinern.
  • Für den Stampf die Kartoffeln schälen und klein schneiden. Den Knoblauch schälen und fein hacken oder durchpressen. In einem Topf die Kartoffeln zusammen mit dem Knoblauch und dem Lorbeerblatt kochen. Wenn die Kartoffeln weich genug sind, gießt ihr sie ab und nehmt das Lorbeerblatt heraus. Fügt die Margarine hinzu und zerstampft die Kartoffeln. Dabei rührt ihr nach und nach die Milch unter, bis die Masse die gewünschte Konsistenz hat. Nun könnt ihr den Kartoffelstampf mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer abschmecken.
  • Vor dem Servieren, kocht ihr die Sauce noch einmal kurz auf. Hebt den Hackbraten aus der Form und schneidet ihn in Scheiben.

Veganer Hauptgang: „Matjes“ mit Petersilienkartoffeln (Zubereitungszeit: 1 Stunde plus 2 Stunden Marinierzeit)

Vegane-Weihnachten-Gewuerze

Für 4 Personen benötigt ihr:

„Matjes“

  • 500gr kleine, schlanke Auberginen
  • 2 mittelgroße Zwiebeln
  • 2 säuerliche Äpfel
  • 6 kleine Gewürzgurken
  • 600gr vorwiegend festkochende Kartoffeln
  • 1 EL Margarine
  • 4 EL Salz
  • 4 EL frisch gehackte Petersilie

Marinade

  • 500gr Sojajoghurt (natur)
  • 200gr Hafer- oder Sojasahne
  • 6 EL Essiggurkensud
  • 3 EL Weißweinessig
  • 1 Noriblatt, in Wasser eingeweicht
  • 1/2 Bund Dill
  • 1 TL Zucker
  • Salz und Pfeffer
  • Für den „Matjes“ befreit ihr die Auberginen vom Stilansatz und schneidet sie längs in 1cm dicke Scheiben. Die Scheiben von beiden Seiten salzen, mit einem Holzbrett beschweren und 30 Minuten ruhen lassen.
  • In der Zwischenzeit werden die Zwiebeln geschält, halbiert und in Streifen geschnitten. Zerquetscht sie nun etwas mit euren Händen. Die Äpfel werden geschält, entkernt und in dünne Scheiben geschnitten. Auch die Gewürzgurken in feine Scheiben schneiden.
  • Für die Marinade den Joghurt mid der Hafersahne, dem Gurkensud, Weißweinessig und Zucker verrühren. Der Dill wird fein geschnitten. Drückt das eingeweichte Noriblatt leicht aus, schneidet es sehr klein und mischt es zusammen mit dem Dill unter den Joghurt. Nun könnt ihr die Marinade mit den Zwiebeln, Äpfeln und Gewürzgurken mischen.
  • Kocht in einem großen Topf stark gesalzenes Wasser auf und lasst die Auberginenscheiben darin 5 Minuten kochen. Danach lasst ihr die Scheiben abtropfen und schneidet vorsichtig die Schale ab. Lasst dann die Auberginen in der Marinade zwei Stunden ziehen.
  • Die Kartoffeln werden in einem Topf gar gekocht. Danach in einem Topf die Margarine zerlassen und die Kartoffeln zusammen mit der Petersilie darin schwenken. Nun könnt ihr die Kartoffeln zusammen mit dem „Matjes“ euren Gästen servieren

2Vegane Weihnachten: Das Süße kommt zum Schluss – (und das Christkind ist auch fast da)

Veganes Dessert: Weisse Mousse Au Chocolat auf Erdbeersauce (Zubereitungszeit: 30 Minuten plus mindestens 2 Stunden Kühlzeit)

Für 4 Personen benötigt ihr:

Vegane-Weihnachten-Rotes-Gemuese

Mousse

  • 300gr aufgeschlagene Sojasahne
  • 1 Päckchen Sahnesteif
  • 200gr Reismilchschokolade
  • 1 EL Kirschwasser
  • ausgekratztes Vanillemark von einer halben Schote
  • 1 Prise Salz

Erdbeersauce

  • 200gr Erdbeeren (frisch oder tiefgefroren)
  • 2EL Puderzucker
  • 40ml Orangenlikör
  • Die Sahne wird mit dem Sahnesteif, dem Salz und Vanillemark aufgeschlagen und im Kühlschrank kalt gestellt. Dann hackt ihr die Schokolade mit einem Messer in feine Stücke oder raspelt sie mit einer Küchenreibe. Stellt 50gr der Schokolade für die Garnitur zur Seite. Die andere Hälfte der Schokolade wird über einem Wasserbad geschmolzen, das Vanillemark und das Kirschwasser nach und nach eingerührt. Lasst nun die Schokolade kurz ziehen.
  • Die flüssige Schokolade wird vom Wasserbad genommen, die zweite Hälfte Schokoraspel dazugegeben und in der flüssigen Schokolade geschmolzen. Hebt 2-3 EL der steif geschlagenen Sahne unter die Schokolade. Nun könnt ihr diese Mischung mit dem Schneebesen vorsichtig unter die übrige Sahne mischen. Stellt die Mousse für ca. 2 Stunden kalt.
  • Für die Sauce kocht ihr die Erdbeeren mit dem Puderzucker und einem Schuss Wasser in einem Topf auf und lasst sie für 10 Minuten köcheln. Danach püriert ihr die Mischung mit einem Stabmixer, streicht sie durch ein feinmaschiges Sieb und schmeckt sie mit dem Orangenlikör ab.
  • Zum Anrichten gebt ihr jeweils 2-3 EL Sauce in Gläser und verteilt darauf die Mousse. Als Garnierung verseht ihr die Mousse mit einem Klecks Sauce und bestreut sie mit den weißen Schokoraspeln.

Veganes Dessert: Himbeertrifle mit Seidentofu und Zwieback (Zubereitungszeit: 20 Minuten plus eine Stunde Kühlzeit)

Für 4-6 Personen benötigt ihr:

  • 400gr Himbeeren (frisch oder tiefgefroren)
  • 3 EL Rohrzucker
  • 500gr Sojajoghurt (natur)
  • 200gr Seidentofu
  • 50gr Puderzucker
  • ausgekratztes Vanillemark von einer halben Schote
  • frisch gepresster Saft von einer halben Zitrone
  • 100gr Zwieback
  • 50gr Kokosraspel
  • 100gr Mandelblättchen
  • 2 EL Agavendicksaft
  • In einem Topf die Himbeeren mit dem Rohrzucker und einem Schuss Wasser aufkochen und bei mittlerer Hitze 10 Minuten köcheln lassen. Danach die Masse mit einem Stabmixer pürieren und durch ein feinmaschiges Sieb streichen.
  • In der Zwischenzeit mixt ihr den Joghurt zusammen mit dem Seidentofu, dem Puderzucker, dem Vanillemark und Zitronensaft mit einem Stabmixer, bis die Masse cremig ist. Stellt sie dann im Kühlschrank kalt.
  • Nun wird der Zwieback mit einem Messer zu groben Bröseln zerhackt. Röstet die Kokosraspel in einer Pfanne an, bis sie zu duften beginnen. Füllt sie danach in eine Schüssel um und stellt sie beiseite. Nun werden die Mandelblättchen in der Pfanne geröstet und der Agavendicksaft hinzugefügt. Rührt solange, bis die Blättchen vollständig davon überzogen sind. Auf einem Backpapier wird nun die Mandelmasse verteilt, damit sie auskühlen kann.
  • Nehmt kleine Schälchen und streut den Boden mit den Zwiebackbröseln aus. Darauf gebt ihr eine Schicht von der Joghurtmischung, gefolgt von einer Schicht Himbeerpüree. Dann bestreut ihr das Püree mit Bröseln, gebt wieder eine Schicht Joghurt darauf und schließt mit einem Klecks Püree ab. Stellt das Dessert vor dem Servieren eine Stunde im Kühlschrank kalt. Kurz bevor das Dessert vernascht wird, bestreut ihr es noch mit den Mandelblättchen.

Wir wünschen euch leckere fleischfreie und frohe Weihnachten!

Ronja Iden

Ronja ist eigentlich Erzieherin aus Leidenschaft. Werden ihr die kleinen Racker dann aber doch mal zu viel, schaltet sie am liebsten beim Pilates ab. Ein Glück ist ihre Mutter pilates Lehrerin und pusht sie mit Vorliebe an ihr Limit. Und wenn es dann doch mal eine größere Auszeit sein soll, packt Ronja ihre sieben Sachen und reist auf eigene Faust in der Welt herum.

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