Fehler beim Yoga? Wir zeigen dir, wie du sie vermeiden kannst

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Fehler beim Yoga? Kein Mensch ist perfekt – auch kein Yogi! Weder der ausgebildete Yogalehrer noch der blutige Anfänger. Wir machen alle Fehler, auch beim Sport. Gerade wenn man Yoga schon einige Zeit lang regelmäßig ausübt, können sich immer wieder neue oder auch altbekannte Fehler einschleichen. Yoga ist ein lebenslanger Lernprozess. Deshalb sollte man sich auch nicht direkt nach der ersten Stunde abschrecken lassen, sondern weiter am Ball und auf der Matte bleiben und lernen.

Jeder trägt natürlich selbst Verantwortung für sein Training, für sein Sport, jedoch können auch andere Faktoren wie zum Beispiel ein falsches Verständnis für die Übungen, ein schlecht ausgebildeter Lehrer sowie fehlende Anatomiekenntnisse oder wenig Körpergespür zu Fehlern beitragen. Nicht alle Fehler kann man selbst beheben, deshalb möchte ich euch in diesem Artikel 5 typische Fehler vorstellen, die ihr von euch aus vermeiden könnt.

1Typische Fehler beim Yoga: Zu viel auf einmal wollen

Erstens: Bleib entspannt! Yoga besteht nicht nur aus ein bisschen Dehnen und Verrenken, sondern es verhilft dir, Entspannung und Körpergefühl zu erlernen und richtig anzuwenden und gibt dir eine Menge Energie. Das Schöne am Yoga ist außerdem, dass du auch als Anfänger, im Gegensatz zu anderen Sportarten, relativ schnell eine Veränderung oder „Wirkung“ bemerken wirst. Deshalb beginne ruhig mit kurzen und regelmäßigen Sequenzen, um die ersten Erfolge zu verzeichnen. Deine Motivation wird damit eher gesteigert, als wenn du direkt ein Zwei-Stunden-Programm durchziehst und am nächsten Tag mit Schmerzen aufwachst. Mach dir nicht deine Gelenke kaputt, sondern höre auf dich und deinen Körper. Das bedeutet aber trotzdem, dass du deinen „Schweinehund“ überwinden und regelmäßig trainieren musst. Denn willst du zu wenig, wirst du schnell wieder auf deiner gemütlichen Couch sitzen.

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2Typische Fehler beim Yoga: Irgendein Yoga machen

Es gibt nicht DAS eine Yoga. Bevor du also beginnen möchtest, mache dich schlau, was du für dich persönlich vom Training erwartest. Soll die Übung dynamisch sein und die mehr Energie geben oder doch eher ruhig und entspannt? Möchtest du akrobatische Übungen erlernen, soll dich Gesang begleiten oder ist der spirituelle Teil eher irrelevant für dich? Probiere dich aus, du bist Anfänger. Also lasse dich von Schulen bzw. von einem Lehrer beraten, frage vielleicht einen anderen Yogi nach Rat, nimm Probestunden in Anspruch und sei nicht demotiviert, wenn die erste Yoga Einheit nicht direkt deins ist. Oftmals ist es auch von dem Zeitpunkt abhängig und wie du dich persönlich beim Yoga fühlst. Warst du letzte Woche noch der dynamische Yogi, kann es sein, dass du die nächste Woche mehr Ruhe und Entspannung brauchst. Nimm das bitte nicht als persönliches Versagen hin, sondern als Chance, deinen Körper sowie deine Bedürfnisse kennenzulernen!

Wenn du Hilfe bei der Wahl deiner Yogapraxis oder der einzelnen Yoga Übung brauchst, dann mach doch mal unser Quiz. Hier erfährst du, welches Yoga das Richtige für dich ist.

3Typische Fehler beim Yoga: Setze realistische Ziele

Du hast den ersten Muskelkater vom Training? Dann lege eine Pause ein! Schmerz bedeutet nicht automatisch Erfolg. Es ist schön ein leichtes Ziehen beim Dehnen von den Übungen zu spüren und es ist definitiv ein Erfolg, wenn dieser ‚Schmerz’ irgendwann nicht mehr vorhanden ist. Solltest du aber vor Schmerz in Rücken, Schultern oder Knien kaum noch laufen oder dich generell bewegen können, dann hör auf deinen Körper, bleib auf dem Boden und lass das Training erst einmal sein. Auch das ist ein Erfolg! Deine Grenzen zu erkennen und das Training an diesen anzupassen. Setze dir realistische Ziele, beginne mit einfachen Übungen und setze dich bei falscher Ausübung nicht direkt unter Druck. Ansonsten ist der Frust vorprogrammiert und die Couch hat dich zurück.

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4Typische: Fehler beim Yoga: Vergleich mit Anderen

„Und, wie weit kommst du nach unten?“ Der ewige Vergleich beim Sport – Ich denke, wir kennen das Alle. Tu es nicht! Es bringt dich nicht weiter, dich mit anderen Yogis zu vergleichen bzw. genauso weit zu sein im Training. Du wirst vielleicht nie mit der Ferse auf den Boden kommen oder so galant Yoga machen, wie gewisse Damen in ihren Videos, aber das ist auch nicht Ziel der Sache. Es ist schwer, sich nicht zu vergleichen und auf seinen Nachbarn zu schielen. Behalte deinen Blick jedoch auf deiner Matte, nicht auf der der anderen Yogis, konzentriere dich auf deine Bedürfnisse, deinen Körper und persönlichen Erfolge und bleib entspannt. Ziel ist es, dass du dich wohl fühlst mit dem was du tust. Setze dir ruhig kleine Ziele und lass dir auch von anderen Yogis helfen. Aber Verunsicherung, Vergleiche und Neid haben beim Yoga definitiv nichts zu suchen.

5Typische Fehler beim Yoga: Falsche Ausübung

Ich werde nun nicht auf jede einzelnen Übung eingehen, dafür ist euer Yogalehrer zuständig. Worauf ich aber kurz zu sprechen kommen möchte, ist die richtige Basis durch die Hände und Füße, denn nur mit einer stabilen Basis, können die Yoga Übungen korrekt ausgeführt werden und ihr vermeidet Probleme im Rücken, in den Schultern oder in den Knien.

  • Mache große Hände.
  • Die Finger sowie Zehen sind weit auseinander und berühren jeweils komplett die Matte.
  • Die Falte deines Handgelenks ist parallel zur vorderen Kante der Matte ausgerichtet, die Finger zeigen nach vorn.
  • Die Finger, sowie Zehen, sollten angespannt und mit Energie gefüllt sein.
  • Die Füße stehen immer parallel zueinander und drehen sich nicht nach Außen weg.
  • Hast du deine Füße hintereinander stehen, dann sollte der hintere Fuß immer stabil sein.
  • Um das zu erreichen, drückst du die Innen- oder Aussenkante kraftvoll in den Boden.
  • Deine Zehen sind gespreizt, sollten aber nicht verkrampfen.

Ich könnte nun wahrscheinlich noch unendlich viele Fehler aufzählen, das ist aber nicht Sinn dieses Artikels, denn ich möchte euch viel mehr motivieren, mit dem Yoga zu beginnen und euch nicht sofort entmutigen zu lassen.

Weitere typische Fehler findest du außerdem auch auf Yogabasics. Schau doch mal rein, es lohnt sich.

Deshalb verratet mir doch: Was sind eure Erlebnisse? Schleichen sich immer noch „typische“ Fehler ein? Was könnt ihr anderen Anfängern oder Vollblutyogis empfehlen?

Ronja Iden

Ronja ist eigentlich Erzieherin aus Leidenschaft. Werden ihr die kleinen Racker dann aber doch mal zu viel, schaltet sie am liebsten beim Pilates ab. Ein Glück ist ihre Mutter pilates Lehrerin und pusht sie mit Vorliebe an ihr Limit. Und wenn es dann doch mal eine größere Auszeit sein soll, packt Ronja ihre sieben Sachen und reist auf eigene Faust in der Welt herum.

One thought on “Fehler beim Yoga? Wir zeigen dir, wie du sie vermeiden kannst

  1. Stefanie says:

    Hi Ronja, genau, soll nicht demotivierend sein, aber auf der anderen Seite finde ich, dass man mit diesem „Vorwissen“ doch anders auf der Matte übt. Also super Artikel!
    Zur Ausrichtung sehe ich im Unterricht oft, dass die Linie „Fuß-Knie-Hüfte“ in Standhaltungen nicht gerade scheint, was die Haltungen nicht stabiler macht.
    Ein anderer „Fehler“, den ich oft bei mir selbst erlebt habe, zu schnell zu stark einsteigen. z.B. am Morgen gleich einen Sonnengruß mit gestreckten Beinen in der Vorwärtsbeuge, obwohl der Körper noch lockere Bewegungen braucht, oder in einer Yogastunde nicht genug Zeit fürs Ankommen nehmen. Wenn der Körper locker und entspannter ist, hat man eindeutig mehr Freude beim Yoga. Die Anfangsentspannung ist also keine „verschwendete“ Zeit 🙂

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