Asanas statt Antibiotikum: Yoga als Medizin

Yoga als Medzin

Asanas auf Rezept, eine Stunde Yoga anstatt Antibiotika….klingt zu schön um wahr zu sein? Es ist jedoch bewiesen! Yoga als Medizin wirkt! In den letzten 5 Jahren beschäftigten sich immer mehr Gurus und Mediziner mit dem Thema Yoga als gesundheitliche Therapie und verschiedenste Studien veröffentlichten den positiven Effekt von Yoga auf den Körper, sowie medizinische Erfolge.

“Es wird eine Zeit kommen, in der die Menschen Pillen für Alles nehmen werden. Dann werden sie die wissenschaftliche Kunst des Yoga entdecken und daraufhin die Pillen wegwerfen.” (Yogi Ramaiah)

In Indien wird seit Jahren mit Patienten und Yoga zusammengearbeitet, bei uns im Westen beginnen die Ärzte erst langsam, sich mit Yoga als Medizin auseinanderzusetzen.

1Yoga als Medizin: Wie heilt Yoga?

Immer mehr Yoga Programme werden heute als Therapie eingesetzt. Gehen wir mit Beschwerden zum Arzt, wird oftmals nicht der ganze Körper betrachtet, sondern nur die betroffene Region. Schnell hält man ein Rezept in der Hand, lindert das Leiden und geht flott mit dem nächsten Leiden zum Arzt. Die Yoga Therapie bzw. Yoga als Medizin konzentriert sich wiederum auf den gesamten Menschen und versucht nicht die einzelnen Krankheiten zu entdecken, sondern den Körper zu mobilisieren, Kraftreserven zu entwickeln und unterstützen.

„Wir Schulmediziner müssen da umdenken, Dinge verlernen, die wir gewohnt sind. Weil die Schulmedizin sich an Krankheiten orientiert, nicht an den Personen, die davon betroffen sind.“ (Dr. Imogen Dalmann)

Yoga als Medizin Yogini

In Indien gibt es mittlerweile Kliniken, welche die herkömmliche Medizin mit der Yoga Therapie verknüpfen, bei uns gibt es diese Form von Behandlung noch nicht auf Rezept. Aber auch in der westlichen Welt entwickelt sich immer mehr der Trend weg von der Schulmedizin und hin zu ganzheitlichen traditionellen Medizin. Sei es nun die Chinesische Medizin oder die Yoga Therapie, Fakt ist, dass diese Behandlungsmethoden immer individuell auf den Menschen entwickelt und angepasst werden.

Der Leitgedanke der Yoga Therapie ist, dass es nicht um Perfektion geht, sondern darum, welche Wirkung mit den einzelnen Asanas erzielt werden. Es ist nicht wichtig, dass die Übung korrekt und bis ins Detail ausgeführt wird, viel mehr ist es den Therapeuten wichtig, die Leiden langfristig zu lindern und vorzubeugen.

Die deutschen Krankenkassen übernehmen diese Leistungen noch nicht. Und auch wenn es toll klingt, mit Yoga Krankheiten zu heilen, dürfen wir nicht vergessen, dass es immer noch schwere Krankheiten gibt, die nur durch die übliche Schulmedizin und Medikamente gelindert werden können. Yoga besteht nämlich nicht nur aus Übungen, sondern ist ein ganzheitliches Programm, bestehend aus Meditation, Atemübungen, Asanas und Reinigungsritualen.

2Yoga als Medizin: Anwendungsgebiete der Yoga Therapie

Yoga als Medizin Mann Yogi

Eine der wichtigsten Wirkungen von Yoga ist die Entspannung. Diese begünstigt eine verlangsamte Atmung sowie die Senkung der Herzrate und des Blutdrucks. Die Durchblutung der inneren Organe wird verbessert und der Stoffwechsel angeregt. Durch die körperliche sowie mentale Entspannung, kommt es zur Ausschüttung von Glückshormonen, welche Depressionen lindern können. Muskeln werden gestärkt und die Balance gefördert. Die Gelenke werden „geschmeidigt“, die Körperhaltung verbessert. Durch die langsame und tiefe Atmung, wird der Körper mit einer ordentlichen Portion Sauerstoff versorgt. Das wirkt sich auch positiv aufs Gewebe aus. Außerdem werden unbewusste Muskelspannungen durch das regelmäßige Training gelöst. Studien mit Zuckerkranken in Indien ergaben, dass sich nach einem halben Jahr regelmäßigen Yoga Trainings, die Blutzuckerwerte gesenkt haben.
Gerade die Ruhe und Entspannung können sich positiv auf chronische Kopfschmerzen (Migräne) auswirken. Yoga ist zwar nicht unbedingt die beste Therapie für Gewichtsverlust (in dem Fall dominieren immer noch die Ausdauersportarten), jedoch kann man mit Ashtanga oder Bikram Yoga positive Effekte erzielen, da beide Formen sehr dynamisch und bewegungsorientiert sind.

Auch wenn das alles erstmal ganz wunderbar klingt, gibt es auch bei der Yoga Therapie ein paar Dinge zu beachten:

  • Bei akuten Erkrankungen sollte generell kein Sport betrieben werden und dazu zählt auch Yoga. Lieber erstmal auf den Körper hören, sich Ruhe gönnen und dann langsam heran tasten.
  • Obwohl sich Yoga positiv auf Rückenleiden auswirken kann, sollte man das Training mit Bandscheibenproblemen oder ähnlich schwerwiegenden Rückenschmerzen erst einmal meiden und einen Arzt aufsuchen.
  • Und zu guter Letzt ist zu empfehlen, Yoga nicht im Selbststudium zu erlernen, sondern sich einen Lehrer zu suchen, da zwar Leiden gelindert, bei falscher Ausführung jedoch auch verstärkt werden können.

Habt ihr schon Erfahrungen mit einer Yoga Therapie gemacht oder Schmerzen durch Yoga lindern können? Wir freuen uns über euer Feedback, um vielleicht dem ein oder anderen somit weiter helfen zu können!

Ronja Iden

Ronja ist eigentlich Erzieherin aus Leidenschaft. Werden ihr die kleinen Racker dann aber doch mal zu viel, schaltet sie am liebsten beim Pilates ab. Ein Glück ist ihre Mutter pilates Lehrerin und pusht sie mit Vorliebe an ihr Limit. Und wenn es dann doch mal eine größere Auszeit sein soll, packt Ronja ihre sieben Sachen und reist auf eigene Faust in der Welt herum.

One thought on “Asanas statt Antibiotikum: Yoga als Medizin

  1. Gabriela says:

    Hallo allerseits,
    also ich habe wegen div. Allergien fast immer irgendwo eine Verschleimung…in der Nase, im Hals, in den Bronchen. Durch meine morgendliche, tägliche Yogapraxis löst sich das meist, was wirklich eine sehr angenehme Wirkung der Praxis ist. Meinem Eindruck nach hilft hier besonders gut Sonnengruß und Schulterstand – und natürlich die Pranayamas, die ich am Ende noch mache. Und bei büroarbeitsbedingten Nackenschmerzen sind diverse Asanas auch spürbar hilfreich.
    Also ich kann wirklich nur jedem tägliches Yoga empfehlen, auch wenn es manchmal schwer fällt, noch ne halbe Stunde früher aufzustehen, als arbeitsmäßig nötig wäre ;-).
    Lg, Gabriela

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