Yoga mit Baby: Nach der Geburt auf die Matte – mit deinem Baby!

Dein Baby ist seit ein paar Wochen auf der Welt, du bist der glücklichste Mensch auf Erden, kämpfst aber auch gegen Müdigkeit, körperliche und innerliche Erschöpfung, Unsicherheiten und die Nachwirkungen von Schwangerschaft und Geburt.

Yoga kann jetzt eine wunderbare Möglichkeit sein, deinen Körper wieder auf Trab zu bringen, deine motorischen Fähigkeiten zu trainieren und in entspannter Atmosphäre zur Ruhe zu kommen. Zahlreiche Yogastudios bieten inzwischen Kurse an, die sich speziell an frisch gebackene Mütter richten. Hier praktizierst du Asanas, die auf die Zeit nach Schwangerschaft und Geburt ausgerichtet sind, zudem kannst du dich mit anderen jungen Müttern austauschen und gemeinsam neue Kraft schöpfen. Dein Baby bringst du einfach mit zur Yogastunde.

Und für eine bequeme Stunde, hier die perfekte Yogamatte:

Schurwoll-Yogamatte Natur, VISHNU 75 (1.200g/m²), Schurwollmatte, Schurwolle, 200 x 75 cm
  • KUSCHELIG: 100% Schafschurwolle mit 1.200 g/qm bietet eine weiche und gut isolierende Wolfühl-Unterlage
  • RUTSCHFEST: Unterseite aus 50% Naturlatex, 18% PU und 32% Acrylharz

Warum dir Yoga gerade in dieser spannenden Zeit als junge Mutter wertvolle Momente schenkt und, dass du dir dabei keine Sorgen über dein quengelndes Kind machen musst, erklären wir dir im folgenden Beitrag mithilfe der Baby-Yoga-Expertin Melanie.

1Kraft und Ruhe für dich und dein Baby – was dich in den Kursen erwartet

„Der frischen Mutter bietet Yoga gemeinsam mit dem Baby einen sicheren und achtsamen Raum, um Kraft und Ruhe in dieser neuen, aufregenden Lebensphase zu schöpfen“, sagt Melanie Probst, Inhaberin des Mainzer Yogastudios Yogalanie. Seit vielen Jahren bietet sie bereits erfolgreich Kurse für frischgebackene Mütter mit ihren Babies an. Viele ihrer Schülerinnen haben bereits zuvor einen Yogakurs für Schwangere bei ihr besucht, es kommen aber auch Anfänger ebenso wie Yoga-Profis.

Yoga mit Baby Zitat

„Yoga findet mitten im Leben statt und integriert alles, was zum Leben dazugehört – das ist mir wichtig“, so Melanie. Klar, dass auch beim Yoga immernoch das Baby bestimmt, wo es langgeht: Wenn es sich entscheidet, zu weinen, wird es für die Mutter natürlich schwer, ihre Übungen zu praktizieren. Eine Babyyogastunde ist immer unberechenbar. „Die Kinder dominieren ganz klar die Stimmung“, sagt Melanie. So kann es auch mal sein, dass es sehr laut wird, wie es eben im Leben mit einem Baby sein kann. Doch auch solche Stunden seien unheimlich wertvoll für alle Beteiligten, hat sie die Erfahrung gemacht. „Eine Mama- und Baby Klasse ist der perfekte Rahmen um den alltäglichen Querelen und Herausforderungen auf achtsame und liebevolle Weise Raum zu geben.“

2Was bringt Yoga dir und deinem Kind nach der Geburt?

In erster Linie kommt es darauf an, dir wieder Kraft und Stabilität zu geben, Rückbildungsübungen zu praktizieren und deine Muskeln sanft aufzubauen. Yoga stellt die Verbindung zu dir selbst und den eigenen Potenzialen wieder her – körperlich und mental.

„Damit stärkt es das Selbstvertrauen und die innere Zufriedenheit, die Asanas schenken neue Kraft und Vertrauen“, formuliert es Melanie.

Die entspannte Atmosphäre der Yogaklasse und, davon angesteckt der Mutter, kann sich positiv auf das Baby auswirken. Wenn die Mutter innerlich ruhig und zufrieden ist, überträgt sich diese Entspannung auch auf ihr Kind.

„Langfristig nimmt diejenige Mama mehr mit, die 50 Minuten Stillen und innerliche Gelassenheit in einer ruhigen und friedvollen Atmosphäre üben und praktizieren durfte. Die wichtigste Asana findet im Kopf statt“, so Melanie. In ihren Stunden werden nicht nur klassische Yoga- und Entspannungsübungen praktiziert, sondern es wird auch gesungen und getanzt, geschlafen und gestillt, massiert und gekuschelt.

Für viele Mamas ist die Yogastunde zudem eine gute Zeit, sie aus ihrer oft mit der Babyzeit verbundenen Isolation herauszuholen, mit Gleichgesinnten wertvolle Momente zu genießen und sich auszutauschen. Das Gefühl der Verbundenheit spielt eine sehr große Rolle.

Vorteile und Wirkungen, die die Yogastunden mit deinem Baby haben können:

  • Gezielte Übungen machen deinen Körper nach Schwangerschaft und Geburt wieder fit
  • Die entspannte Atmosphäre lässt dich und dein Baby in dieser aufregenden Zeit zur Ruhe kommen
  • Viele der Übungen stellen eine neue, tiefe Verbindung zu deinem Baby her
  • Du wirst besser einschlafen können
  • Wohlfühleffekt: als festes Ritual, als soziale Gemeinschaft von Gleichgesinnten
  • Du schöpfst neues Vertrauen, Selbstvertrauen und Stabilität

3Welche Yogaübungen werden praktiziert?

Yoga mit Baby Baby am Schlafen

Bei vielen Übungen wird dein Baby mit einbezogen und kann zum Beispiel als zusätzliches Gewicht herhalten – etwa zur Stärkung deiner Oberschenkel, deiner Bauchmuskeln oder deiner Arme. Das geht bei stehenden Asanas genauso gut wie in liegenden. Dabei hältst du dein Baby in einem sicheren Griff und lässt es so an deinen Bewegungen teilhaben. Neben den Kräftigungen spielen in vielen Kursen so auch Gleichgewichtsübungen eine wichtige Rolle.

Eine Reihe von Asanas lassen sich in eine Baby-special-Form abwandeln, etwa der Herabschauende Hund (Adho Mukha Svanasana), die Schulterbrücke (Setu Bandha Sarvangasana), der Baum (Vrksasana), die Vorwärtsbeuge (Pada Hastasana) ebenso wie der Schustersitz (Baddha Konasana) oder auch das Boot (Paripurna Navasana). Ein großer Spaß für viele Babys sind halbe Kniebeugen, bei denen du das Baby mit seinem Rücken an deinem Oberkörper vor dir hältst – ein super Oberschenkeltraining.

„Wir arbeiten in den Stunden viel an der eigenen Mitte, an der körperlichen Aufrichtung und Zentrierung, was die Rückbildung unterstützt und den Rücken stärkt“, so Melanie über ihre eigenen Yogakurse.

Wie in „normalen“ Yogastunden ist die Atmung wichtiger Bestandteil der Übungen. „Der Atemrhythmus kommt wieder zum Fließen. Das ist vor allem dann wohltuend, wenn sich durch die Müdigkeit oder Anstrengung körperlich und mental ein ‚Festhalten‘, eine Starre verankert hat.“

4Was solltest du für die Yogastunde mit Baby beachten?

Yoga mit Baby Baby mit Muetze

Mit dem Yogakurs empfiehlt es sich, frühestens vier Monate nach der Geburt zu beginnen. Dann ist dein Körper in der Regel stabil, ebenso der deines Kindes. Bewegungen sind in dieser Zeit für euch beide sehr wichtig – genauso wie Ruhe und Entspannung. In den Yogastunden profitierst du von beidem.

Kläre vorher mit deinem Arzt ab, ob dein Körper für die Praxis schon bereit ist, vor allem, wenn du einen Kaiserschnitt oder einen anderen operativen Eingriff während der Geburt hattest. Es kann sein, dass du einige Asanas nicht machen kannst. Wenn du noch Probleme beim Sitzen hast, nimm am besten ein Yogakissen oder eine zusätzliche Decke mit, die du gefaltet unter deine Sitzknochen legst.

Bevor du zur Stunde gehst, versuche, dein Baby zu füttern. Pack neben deiner Yogamatte eine zusätzliche weiche Decke als bequeme und warme Unterlage für das Kind ein.

Anne Steinbach

Anne ist Reisejournalistin, Bloggerin und schon seit vier Jahren in Indonesien verliebt. Manchmal teilt sie diese Liebe auch mit anderen Ländern in Südostasien, dann packt sie ihren Schrammel-Backpack und zieht los. Yoga macht sie schon seit 5 Jahren und hat gerade Bikram für sich entdeckt. Nur an das Schwitzen muss sie sich noch gewöhnen.

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